• Christopher Lee ist einer der bekanntesten Schauspieler Hollywoods
  • Er wirkte in mehr als 200 Filmen mit
  • Wir haben das Leben von Christopher Lee zusammengefasst

An Christopher Lee (†93) kam man in Hollywood nicht vorbei. Der Brite stand etwa 70 Jahre lang vor der Kamera und konnte etliche Ehrungen und Preise ergattern. Aber auch abseits des Filmgeschäfts machte Lee Schlagzeilen – und sein Leben könnte gut und gerne die Handlung eines Blockbusters bilden.

Christopher Lee: Seine Karriere startete nicht beim Film

Der in London geborene Christopher Lee zeigte sich schon früh begeistert von Schauspiel, musste zunächst jedoch eine normale schulische Ausbildung absolvieren. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verpflichtete er sich in der Royal Air Force.

Er wurde in Afrika stationiert, musste das Fliegen nach dem ersten Versuch wegen einer Verletzung jedoch aufgeben. Das hinderte ihn nicht daran, eine beeindruckende Armee-Karriere zu führen, in der er mehrfach befördert wurde und verschiedene Rollen zugeteilt bekam.

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Dass Christopher Lee den Weltkrieg überlebte, grenzt fast an ein Wunder, schließlich wäre er mehrfach fast gestorben, darunter an Malaria, einem Bombenangriff, dem Ausbruch des Vesuvs und einer scharfen Bombe, der er gefährlich nahekam. Als der Krieg endete und Christopher Lee zurück nach London kam, wollte er keinen normalen Job annehmen.

Stattdessen wurde er auf Empfehlung seines Cousins Schauspieler und konnte über Beziehungen einen Studiovertrag ergattern. Zunächst bekam Lee nur kleinere Rollen, bis er zum britischen Studio „Hammer“ wechselte.

Mit Filmen wie „Frankensteins Fluch“, der „Dracula“-Reihe, „Corridors of Blood“ oder „Der Hund von Baskerville“ machte er sich einen Namen im Horror-Genre. Nach etlichen weiteren Grusel-Filmen durfte sich Lee an einer der berühmtesten Filmreihen der Welt versuchen.

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1974 spielte Christopher Lee den Bösewicht in „James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt“. Lustigerweise ist „Bond“-Autor Ian Fleming sogar der Adoptiv-Cousin von Lee. Ende der Siebziger ging es für den Schauspieler in die USA, wo er seine Erfolgssträhne weiterführen konnte.

Auftritte hatte er unter anderem in „Drei Engel für Charlie“, „Die Schatzinsel“ oder „Police Academy 7 - Mission in Moskau“. 2001 und 2002 folgten schließlich „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ und „Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger“ – für die „Herr der Ringe“-Reihen stand Lee bis 2014 vor der Kamera.

Christopher Lee: Sein Leben neben der Schauspielerei

Insgesamt war Christopher Lee in über 200 Filmen zu sehen oder zu hören – eine unglaubliche Leistung. Für seine Verdienste im Bereich Schauspiel wurde er von der Queen geadelt und bekam zwei Orden, außerdem erhielt er den BAFTA Fellowship Award. Daneben machte Lee auch als Sänger Karriere, wobei ihm vor allem Heavy Metal zusagte.

Er veröffentlichte mehrere Alben, das letzte davon im stolzen Alter von 92 Jahren. Außerdem arbeitete er mit mehreren Metal-Bands zusammen. Dafür erhielt Lee den Spirit of Hammer Award. Sein Privatleben war ebenfalls von Tumult geprägt.

In den Fünfzigern war er mit Henriette von Rosen verlobt, allerdings war ihr Vater nicht mit der Liaison einverstanden. Später endeten sie die Verlobung, da Lee Sorgen hatte, dass seine Schauspielkarriere zu wenig Geld für eine Familie bringen würde.

1961 heiratete er die Dänin Birgit Krøncke, mit der er 1963 Tochter Christina Erika Carandini Lee bekam. Mit Birgit war Christopher Lee bis zu seinem Tod 2015 zusammen. Der Schauspieler starb kurz nach seinem 93. Geburtstag nach Herz- und Atemproblemen.