Wie lief es ab?

Sissi: ihr Tod war ein Attentat - aber so nicht geplant

Ein Attentäter war für Sissis Tod verantwortlich

Die Geschichte von Sissis Tod ist tragisch – die Kaiserin von Österreich ist bei einem Attentat ermordet worden. Ursprünglich sollte der Angriff jedoch gar nicht sie treffen. Sissis Tod war also mehr oder weniger auch vom Mörder unbeabsichtigt.

Sissis Tod liegt schon weit zurück und trotzdem ranken sich noch heute viele Erzählungen um das Leben der österreichischen Kaiserin. Elisabeth von Österreich (†60) gehört wohl bis heute zu den populärsten Royals.  

Tragischerweise ist Sissi, die in Bayern aufwuchs, von einem Angreifer ermordet worden. Das Attentat ereignete sich am 10. September 1898, als sie mit ihrer Hofdame Irma Sztáray die Seepromenade Quai Mont Blanc in Genf entlangschritt.  

Kaiserin Elisabeth war auf dem Weg zu einem Raddampfer, der sie nach Caux bringen sollte. Jedoch wurde sie von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni (†37) angegriffen – er stach ihr mit einer spitzen Feile ins Herz.  

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Kaiserin Elisabeth von Österreich verstarb am 10. September 1898

So ging Sissis Tod vonstatten

Sissis Tod folgte nicht augenblicklich. Da der Einstich so klein war, bemerkte die Kaiserin ihn erst nicht und dachte, sie wäre mit dem Schrecken davongekommen. So setzte Sissi ihre Reise vorerst fort, bis sie auf dem Dampfer „Genéve“ zusammenbrach.  

Als die Wunde bemerkt wurde und das Schiff in den Hafen zurückkehrte, war es schließlich zu spät und Kaiserin Elisabeth verstarb noch am 10. September 1898 im Alter von 60 Jahren. Die spätere Obduktion stellte eine 8,5 Zentimeter tiefe Wunde in der Brust fest.  

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Nachbildung der Szene von Sissis Tod

Die Beisetzung von Kaiserin Elisabeth folgte am 17. September in der Wiener Kapuzinergruft, wo ihr Sarg heute neben ihrem Mann Franz Joseph I. (†86) und ihrem Sohn Kronprinz Rudolf (†30) platziert ist.  

Sissis Tod war ursprünglich nicht geplant

Luigi Lucheni, der für Sissis Tod verantwortlich war, hatte es ursprünglich auf ein anderes Opfer abgesehen. Er hatte sein Attentat für den französischen Prinzen Philippe d'Orléans geplant, der seine Reisepläne nach Genf jedoch kurzfristig änderte. Daraufhin wählte Luigi Lucheni die Kaiserin aus, nachdem er von ihrem Aufenthalt in Genf erfuhr.  

Der Täter konnte kurze Zeit nach dem Angriff gefasst werden und wurde am 10. November zu lebenslanger Haft verurteilt. Luigi Lucheni erhängte sich am 19. Oktober 1910 mit einem Gürtel in seiner Zelle.  

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Luigi Lucheni ist der Attentäter, der für Sissis Tod verantwortlich ist

Die Kaiserin von Österreich bleibt bis heute in Erinnerung – nicht zuletzt aufgrund der beliebten „Sissi“-Verfilmungen mit Romy Schneider (†43) und Karlheinz Böhm (†86). Auch wenn es große Unterschiede zwischen dem Film und der Realität von Sissi gibt, sind die Verfilmungen auch über 60 Jahre später eine Erfolgsgeschichte.  

Das Leben der österreichischen Kaiserin bleibt auch für künftige Generationen spannend – so ist eine neue Netflix-Serie über Sissi in Planung.