Im Interview

Sera: „Hatte nicht das Ziel, ein großer Star zu werden“

Sera wurde durch Cover berühmt

Die niederländische Sängerin Sera machte online zunächst mit Covern auf sich aufmerksam und konnte dadurch weltweite Erfolge feiern. Jetzt hat sie ihren ersten eigenen Song veröffentlicht und mit „Promipool“ darüber gesprochen. 

Mit „Only Us“ veröffentlicht die Niederländerin Sera ihren ersten eigenen Song. Zuvor war sie vor allem durch ihre Videos, in denen sie in ihrem Auto Cover sang, weltweit bekannt. Sogar mit Superstar Justin Bieber sang sie ein Duett.  

„Promipool“: Hallo Sera, du hast gerade deine erste Single „Only Us“ herausgebracht. Wie fühlt sich das an? 

Sera: Ich bin total aufgeregt, das ist ja das erste Mal, dass ich eine Single herausbringe. Ich war etwas nervös, wie es laufen wird, aber ich freue mich total. 

Warum hast du dich entschieden, für deine erste Single kein Cover zu nehmen? 

Ich wollte damit ein Statement setzen, dass ich eine Sängerin sein möchte und keine Cover-Sängerin. Durch die Covers habe ich es geschafft, überhaupt Musik zu machen. Jetzt kann ich mein eigenes Ding machen. Ich werde wahrscheinlich ab und an ein paar Songs covern, aber ich möchte wirklich meine eigene Musik schreiben. 

Was war die Inspiration hinter „Only Us“? 

Tatsächlich meine Freundin! Wir sind schon länger zusammen und plötzlich ist das alles passiert. Vorher war unser Leben normal und plötzlich passieren verrückte Dinge. Ich habe diesen Song geschrieben, um ihr damit zu sagen: Auch wenn jetzt alles anders ist, für mich gibt es immer nur uns beide. 

Seit du berühmt geworden bist, hat sich einiges verändert... 

Ich denke, berühmt ist ein krasses Wort. Ich bin hauptsächlich online bekannt, im echten Leben kann ich nämlich immer noch draußen sein und einkaufen, ohne dass jemand mich anspricht. Meine Follower kommen aus unterschiedlichen Ländern, aber jetzt kommt es auch in meiner Heimat an. Ich muss mich natürlich erstmal an alles gewöhnen, auch die ganzen Kommentare am Anfang. Aber ich mag es tatsächlich. Ich kann jetzt das machen, was ich am meisten liebe. 

Heißt das, du wolltest schon von klein auf eine Musikkarriere? 

Ich habe darüber immer nachgedacht, wusste aber nie, wie man damit beginnt. Ich dachte nie, dass es für mich bestimmt wäre, weil ich tatsächlich immer recht schüchtern war. Deswegen war ich auch nie auf einer Musikschule oder habe irgendwo vorgesungen. Ich wusste nicht, ob ich gut genug bin. Aber ich habe mir immer gedacht: Irgendwann werde ich zeigen, was ich kann, und dann sehen wir weiter. Ich hatte da nicht mal das Ziel, ein großer Star zu werden, sondern wollte den Leuten einfach nur zeigen, wie sehr ich das Singen liebe. Das war die Idee dahinter und alles andere ist automatisch passiert. 

Was denken eigentlich deine Familie und Freunde darüber, dass du jetzt bekannt bist? 

Sie finden das tatsächlich ziemlich seltsam, aber sie finden es natürlich auch gut. Natürlich müssen sie auch erst damit klarkommen. Die Menschen um uns herum fangen jetzt an, sie zu fragen, wie es mir geht. Also drehen sich viele der Gespräche jetzt plötzlich um mich. Meine Mutter liebt es aber, ich glaube, sie geht absichtlich oft einkaufen, um über mich reden zu können. (lacht) 

Hattest du auch einen Plan B, falls das mit der Musik nicht hingehauen hätte? 

Ich schwimme immer mit dem Strom, das habe ich schon immer getan. Ich hatte schon viele Jobs und habe vieles gemacht. Wenn das mit der Musik nicht hinhauen würde, würde ich erstmal denken: „Oh Gott, eigentlich will ich das mit jeder Faser meines Körpers machen!“ Aber wenn es dann so sein sollte, würde ich, glaube ich, ein kleines Café aufmachen. Vielleicht kombiniere ich die zwei Sachen sogar. Also wenn das mit der Musik klappt, könnte ich immer noch ein Café aufmachen. 

Vielen Dank für das Gespräch!

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