Im Interview

Sera: „Habe es nie gemocht, wenn mich jemand beim Singen hören kann“

Sera wurde durch Cover berühmt

Heute ist Sängerin Sera im Netz ein Star. Mit ihren Covern und ihrer ersten eigenen Single „Only Us“ ist sie weltweit bekannt. Doch eigentlich ist Sera total schüchtern und leidet unter großem Lampenfieber, wie sie gegenüber „Promipool“ verriet. 

Spätestens seit ihrem Duett mit Justin Bieber, das viral ging, ist Sera weltweit bekannt. Die Musikerin sang online bislang vor allem Cover, die sie hauptsächlich in ihrem Auto aufnahm und im Netz veröffentlichte. Inzwischen hat sie auch ihre erste eigene Single „Only Us“ herausgebracht.  

Doch Sera hatte nie das Ziel, ein Star zu werden, und leidet unter schlimmem Lampenfieber. Wie sie trotzdem eine Karriere als Sängerin mit ihrer Bühnenangst vereinbaren kann, hat sie uns im Interview erzählt. 

„Promipool“: Hallo Sera, wie kam es dann dazu, dass du die Covers in deinem Auto aufgenommen hast? 

Sera: Ich war ja immer etwas schüchtern und habe es nie gemocht, wenn mich meine Nachbarn oder sonst jemand beim Singen hören können. Da habe ich überlegt, wo ich denn singen und schreien könnte und mich niemand hört. Das war dann in meinem Auto. Und damit kann ich auch auf verlassene Parkplätze fahren und die Sau rauslassen. Das wurde dann quasi mein Markenzeichen. Inzwischen ist es für mich etwas einfacher, aber ich bin da immer noch recht schüchtern. 

Möchtest du dann überhaupt Konzerte oder auf der Bühne performen? 

Ja, ich würde das definitiv gerne mal machen. Ich hatte sogar meinen ersten Auftritt in Deutschland im „Fernsehgarten“. Meine Beine haben so gezittert, als ich auf die Bühne kam, ich hatte so wackelige Beine, dass ich kaum laufen konnte. Zum Glück konnte man das im Fernsehen nicht sehen. Aber ich werde vor Live-Auftritten sehr nervös. Ich habe einfach noch nicht die Erfahrung, nur von meinem Auto, also muss ich erst noch mehr Erfahrung sammeln, um vielleicht meine Nerven zu beruhigen. 

Mehr Erfahrung kommt sicher auch mit mehr Songs. Ist in der Hinsicht etwas geplant? 

Ja, zu hundert Prozent. Während der ganzen Corona-Zeit hatte ich die Möglichkeit, Musik zu machen. Aber das musste ich auch erstmal lernen. Ich war die ganze Zeit im Studio und habe jetzt etwa 70 Songs fertig. Nach „Only Us“ kommt dann auch der nächste. Wir planen wirklich viel Musik herauszubringen. 

Auch ein Album? 

Ja, definitiv! 

Besonders bekannt bist du durch ein Video geworden, in dem Justin Bieber mit dir ein Duett singt... 

Ich habe ihm damals gesagt, dass das das Highlight von meinem ganzen Jahr war. Ich wusste damals noch nicht einmal, dass es so eine große Nummer sein würde. Für mich war Justin immer jemand, zu dem ich aufgeschaut habe, also war das genial! 

Seid ihr beiden in Kontakt geblieben? 

Ich habe ihm natürlich sofort eine private Nachricht geschrieben: „Oh mein Gott, das war der beste Moment im ganzen Jahr! Ich will nicht rüberkommen wie ein Belieber, aber irgendwie bin ich schon einer.“ Was er da für mich getan hat, war der Hammer. Ich habe das überhaupt nicht erwartet. Aber wir sind nicht in Kontakt geblieben. 

Also gab es von ihm auch keine Rückmeldung dazu, wie er deinen neuen Song findet? 

Nein, ich denke, das ist auch recht schwierig. Ich möchte nicht, dass er denkt, dass ich ihn nur dafür nutze, um bekannt zu werden, das mache ich nicht. Ich würde ihn nur mal fragen, wenn alles sich wieder beruhigt hat. Ich will nicht, dass er denkt, dass ich nur eine weitere Person bin, die will, dass er ihre Musik pusht. Das will ich gar nicht. 

Hast du bestimmte Ziele, die du in deiner Karriere noch erreichen willst? 

Ich würde gerne mit mehreren großen Künstlern zusammenarbeiten, einer davon natürlich Justin Bieber. Aber da greife ich nach den Sternen. Das Hauptziel ist jetzt aber erstmal, viele Songs herauszubringen, viele Zuhörer zu haben und für längere Zeit Musik machen zu können. Ich will nicht nur einen kurzen Boom, ich möchte längerfristig als Musikerin Erfolg haben. 

Vielen Dank für das Gespräch! 

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