Ehrliche Worte

Ronja Forcher über Abnehm-Druck: Schon als Kind vor Drehtagen nichts gegessen

Ronja Forcher

Seit der Kindheit steht Ronja Forcher vor der Kamera. Den Druck immer schlank sein zu müssen kennt sie schon von klein auf. In einem Podcast verrät die Schauspielerin, dass sie schon damals vor Drehtagen nichts gegessen habe.

  • Ronja Forcher spricht über krassen Abnehm-Druck
  • Schon als Kind habe sie vor Drehtagen nichts gegessen
  • Kommentare aus der Familie machten ihr ebenfalls zu schaffen

Ronja Forcher (25) ist von Kindertagen an einer der Stars der beliebten Serie „Der Bergdoktor“. Schon mit zehn Jahren stand sie vor der Kamera - und schon damals stand sie unter Druck, wie sie jetzt gegenüber dem Podcast „Hungry Minds“ offenbarte.

Ich habe so oft als Kind oder Jugendliche – und ich glaube, das hatte schon sehr stark mit meinem Beruf zu tun – gedacht, 'Vor einem Drehtag darf ich nicht Abendessen, dann bin ich morgen dünner, dann schaue ich besser aus und dann sagt meine Familie nicht, 'Du schaust in der Kamera dick aus' oder dann regt sich nicht die Kostümfrau auf, dass sie ein neues Oberteil kaufen muss, weil ich nicht mehr reinpasse“, so die Schauspielerin.

Ronja Forcher spricht offen über Abnehm-Druck

Ronja Forcher fragt sich heute, wieso sich niemand über ihr Essverhalten vor Drehtagen Gedanken gemacht hat. Nachts habe sie dann meist trotzdem den Kühlschrank geplündert. Schon als junges Mädchen verspürte sie den Druck der Medienlandschaft, toll auszusehen. Und auch zu Hause war das ein großes Thema.

Auf jeden Fall war der Körper bei uns in der Familie immer ein Thema. Und ich will das nicht verurteilen und ich will auch nicht wütend sein auf die Menschen, die das immer zum Thema gemacht haben, aber ich bin es irgendwo“, verrät Ronja.  So hätten sie und auch andere Familienmitglieder wie ihre Cousinen immer damit leben müssen, dass jemand ihren Körper kommentierte.

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Ronja Forcher spielt „Lilli“ bei „Der Bergdoktor“

Vor allem Ronja litt darunter, da sie schon immer mit mehr Gewicht als andere in ihrer Familie gekämpft habe. Ihr wäre auch vorgeschlagen worden, Sport zu machen, „damit sie schlank werde“.

Durch diese Einflüsse hat sich auch ihre Sicht auf den weiblichen Körper geprägt: „Eine Frau zu sein war für mich damals, schlank zu sein. Punkt. Es gab nicht mehr und das finde ich ganz furchtbar, weil dadurch mein Sein und mein ganzes Geschlecht und die ganzen anderen Frauen in meiner Familie total reduziert wurden.“

Auch wenn sich durch Bewegungen wie #BodyPositivity heute die Ansichten auf den weiblichen Körper verändern, hat Ronja auch heute noch mit solchen Gedanken zu kämpfen: „Auch noch vor einem halben Jahr habe ich mir gedacht, wenn ich jetzt irgendwie die Hose besser zubekomme und dann feiner sitzen kann, dann werde ich mich besser fühlen, dann werde ich selbstbewusster sein. Und ich glaube, dieser Gedanke, den Körper in eine Form passen zu können, die man dann lieben kann, der ist sehr präsent bei uns allen – bei uns Frauen und Mädchen vielleicht besonders.“

Heute steht Ronja zu ihren Kurven und zeigt sich gerne mal im Bikini auf Instagram. Auch ein „Playboy“-Shooting hat ihr dabei geholfen: „Ich habe aufgehört, jemand sein zu wollen, der ich nicht bin. Ich glaube, ich bin keine dünne Frau, ich werde nie eine dünne Frau sein, ich bin auch keine dicke Frau in einem dünneren Körper. Ich habe angefangen mich zu lieben und mich zu schätzen.“

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