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Martin und Freddy von Fantasy: So ist das Schlagerbusiness wirklich

Fantasy-Sänger Freddy und Martin
30. Juli 2020 - 17:00 Uhr / Tina Männling

Heute sind Martin und Freddy als Fantasy richtig erfolgreich, doch die beiden mussten dafür hart arbeiten. Im Interview mit „Promipool“ berichten sie von ihrer Anfangszeit und davon, wie sich das Schlagerbusiness inzwischen verändert hat. 

Inzwischen schon elf Alben und etliche Hit-Singles hat Fantasy veröffentlicht. Das Schlager-Duo bestehend aus Martin Hein (49) und Freddy Malinowski (49) kennt aber auch andere Zeiten.  

Gegenüber „Promipool“ erzählen die beiden Musiker, die Corona auch ein bisschen dankbar sind, von ihrer Vergangenheit. Außerdem stellen sie klar, wie das Schlagerbusiness heute ist. 

„Promipool“. Hallo Freddy und Martin, könnt ihr euch noch an eure Anfangszeit erinnern? 

Martin: Das werden wir sicher nicht vergessen. Das war eine traurige Zeit, wenn man zurückschaut. Es war sehr viel Armut und wir haben jeden Tag aufs Neue gekämpft, um zu überleben. Und dass wir so tolle Fans haben, die uns so unterstützen, wissen wir dreimal mehr zu schätzen als andere Künstler, die von heute auf morgen in den Himmel geschossen werden. 

Freddy: Es gibt viele Menschen in unserem Leben, die sagen, wir haben Glück gehabt. Ich glaube, zum Erfolg gehört nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Ausdauer und Willenskraft. Es waren viele Jahre, in denen wir von Kollegen belächelt wurden, die uns als zwei-Mann-Kapelle abgestempelt haben. 

Freddy und Martin von Fantasy

Wie wäre euer Leben denn verlaufen, wenn ihr euch nicht getroffen hättet? 

Freddy: Zur Not wäre ich jetzt noch immer im Hotel beschäftigt als Hausdame. Der Job hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber trotzdem wollte ich immer Sänger werden. Wenn ich nicht Sänger geworden wäre, wäre ich ein Mensch, der anderen Freude macht, ob an der Bar oder in der Altenpflege. 

Martin: Ich weiß es nicht. Ich bin eine Frohnatur und unterhalte Menschen gerne, nicht nur mit dem, was ich kann. Vielleicht hätte ich eine kleine Kneipe. 

Freddy: Eines weiß ich definitiv: Wir beide hätten weiter Musik gemacht. 

Was hat sich seit euren Anfängen am Schlager geändert? 

Martin: Früher waren die Schlagerkollegen noch richtige Stars. Wenn ich in den sozialen Medien sehe, wie sich ein Künstler morgens die Zähne putzt und dann mit dem Hund rausgeht, finde ich das persönlich nicht mehr so interessant. 

Freddy: Und es entwickeln sich auch wenig Freundschaften zwischen Künstlerkollegen. Wir haben viel mit älteren Kollegen gesprochen, die schon lange im Geschäft sind. Die haben sich noch in Natura zusammengesetzt und hatten Spaß. Heute ist das nicht mehr so. Man spürt es mit jedem Erfolg immer mehr, dass sich die Leute zurückziehen und mit dir nichts mehr zu tun haben wollen. 

Vielen Dank für das Gespräch!