Kinderlose Ehe

Jogi Löw ganz privat: Darum hat er keine eigenen Kinder

Joachim Löw

Wie tickt Jogi Löw privat? Warum ist seine Ehe mit Daniela Löw, die 2016 ihr Ende fand, kinderlos geblieben? In einem seltenen Interview spricht der deutsche Nationaltrainer nun über dieses Thema.

Was Jogi Löw (61) beruflich macht, wird stets genau dokumentiert und von den Fußball-Fans analysiert. Über sein Privatleben ist hingegen nicht viel bekannt. Im Interview mit der „ZEIT“ gibt er kurz vor der EM 2021 seltene Einblicke in den privaten Jogi und verrät, ob er jemals einen Kinderwunsch verspürte.

Mehr als 35 Jahre seines Lebens war Jogi Löw mit seiner Frau Daniela liiert, bis sie 2016 ihre Trennung bekanntgaben. Trotz ihres Liebes-Aus verstehen sie sich jedoch bis heute gut und sind auch nicht geschieden. Kinder gingen aus der Ehe nicht hervor - „leider“ wie der Erfolgstrainer bereits in einem früheren Interview mit „Bunte“ gestand.

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Daniela Löw hat eine charismatische Ausstrahlung

Und seine Daniela ergänzte im Jahr 2015: „Mein Mann und ich lieben Kinder. Ihnen eine geordnete Zukunft zu geben, ist unsere Pflicht. Wir haben einige Patenschaften in Afrika übernommen, für die wir monatlich Geld überweisen. Außerdem habe ich ein Patenmädchen in Indien, wo Frauen in unvorstellbarem Maß misshandelt werden.“

Jogi Löw: Er bedauert es, keine Kinder bekommen zu haben

Auch heute gibt Jogi auf Nachfrage der „ZEIT“, ob er bedaure, dass er vielleicht auch wegen der Fußballkarriere keine Kinder habe, zu: „Natürlich, ja. Mit 25, 30 oder 35 Jahren habe ich das noch nicht so gesehen. Da konnte ich es mir vielleicht nicht vorstellen, habe das Thema verdrängt oder weggeschoben. Die letzten zehn Jahre denke ich aber schon immer wieder daran oder darüber nach, wie es gewesen wäre, Kinder zu haben.“

Der wirkliche Gedanke an eigene Kinder kam also erst auf, als es wohl zu spät dafür war. Allerdings erzählt Jogi ebenfalls von Patenkindern, die sich auch oft bei ihnen aufhalten.

Jogi Löw ehrlich: „Natürlich gibt es Momente, in denen ich eigene Kinder sehr vermisse“

Trotzdem gesteht der inzwischen Ü60-Jährige im Gespräch mit der „ZEIT“: „Natürlich gibt es Momente, in denen ich eigene Kinder sehr vermisse.“ Schließlich sei er als Teil einer Großfamilie aufgewachsen. Mit vier Brüdern und vielen Tanten und Onkeln ist er es gewohnt, stets von Familienmitgliedern umgeben zu sein: „Ich habe zig Cousins und Cousinen. Und alle sind kinderreich. Bei uns war das Haus immer voll.“ Für seine Familie ist er vor Kurzem zurück nach Freiburg gezogen. Zuvor hatte er Wohnsitze in verschiedenen Ländern, erklärt er der „ZEIT“ weiter.

Im schönen Schwarzwald lebt auch seine Mutter Hildegard, die er regelmäßig besucht. Auch wenn es nicht zur eigenen Familiengründung kam, hat Jogi also eine große Familie, auf die er sich immer verlassen kann - ganz unabhängig von seinem beruflichen Erfolg.