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Jana Ina Zarrella über Social Media: „Das ist alles nicht echt“

Jana Ina Zarrella setzt sich in den sozialen Medien gegen Mobbing ein

23. August 2019 - 12:01 Uhr / Tina Männling

Jana Ina Zarrella ist viel auf Social Media unterwegs. Trotzdem gefällt der Moderatorin nicht immer alles, was auf Instagram und Co. passiert. „Promipool“ erzählte sie, was sie an den sozialen Medien sogar gefährlich findet. 

Bald wird Jana Ina Zarrella (42) wieder regelmäßig im Fernsehen zu sehen sein. Die dritte Staffel von „Love Island“ startet im September bei RTL II und Jana Ina ist wieder als Moderatorin dabei. Abseits ihres Jobs vor der Kamera beschäftigt sich Jana Ina als Person der Öffentlichkeit natürlich auch mit Social Media.  

Jana Ina Zarrella kritisiert Social Media

Auf Instagram hält Jana Ina Zarrella ihre Follower stets auf dem Laufenden und postet Bilder aus ihrem Leben. Allerdings haben die sozialen Medien für die Moderatorin auch ihre Schattenseiten, welche sie gegenüber „Promipool“ erklärt. 

„Promipool“: Hallo Jana Ina, du teilst viel in den sozialen Medien. Was ist da bei dir die Grenze? 

Jana Ina Zarrella: Das Gute an Social Media ist, dass wir selber alles steuern können. Wir zeigen alles, was wir wollen, das ist unsere Entscheidung. Giovanni und ich haben schon lange die Entscheidung getroffen, Privates beziehungsweise unser Zuhause und unsere Kinder nicht zu zeigen. Ich finde das gut so. 

Weshalb handhabt ihr das so? 

Wir haben sehr lange sehr öffentlich gelebt und haben in der Zeit der Doku-Shows alles geliebt, es war eine sehr schöne Zeit. Aber wir wissen auch, was das für Konsequenzen hat, obwohl wir das alles in einer Zeit gemacht haben, in der es Social Media nicht gab. Wenn du heute die ganze Zeit alles Private zeigst, kannst du es irgendwann selber nicht mehr steuern und du kannst auch die Leute nicht mehr bremsen. Wir haben gelernt, wo die Grenzen sind und sind happy damit. 

Dürfen eure Kinder auch die sozialen Medien nutzen? 

Unsere Kinder sind noch viel zu jung dafür. Unser Sohn wird elf und ich finde, dass Kinder, die zehn oder elf sind, bei Facebook und Instagram noch nichts zu suchen haben. Aber ich bin gar nicht so streng, was das angeht. Natürlich kennt mein Sohn einige YouTuber und schaut sich auch einige YouTube-Kanäle an. 

Findest du, dass man seine Kinder von sozialen Medien fernhalten sollte oder dass sie diese Dienste nutzen sollten? 

Das ist eine neue Generation und sie werden in einer ganz neuen Welt groß, man darf das von ihnen gar nicht fernhalten. Deswegen finde ich es gut, dass die Kinder Kontakt damit haben, in Berührung kommen und das alles lernen.

Aber ich finde, dass alles Grenzen hat und wir Eltern müssen das alles peu à peu erlauben. Es gibt positive Sachen, aber auch negative Sachen, die ganz schnell zu finden und zu lesen sind. Ich finde, alles zu seiner Zeit. 

Wie gehst du denn mit diesen negativen Sachen um? 

Ehrlich gesagt gehe ich heutzutage sehr gut damit um. Ich denke, das hat auch mit meinem Alter zu tun. Ich lebe auch nicht für Social Media. Die Kritiken sind mir heutzutage egal, früher ging es mir natürlich nahe.

Auch wenn man so viele positive Kommentare hat und nur einen negativen, dann bleibt immer der eine hängen. Ich habe einfach gelernt, damit umzugehen. 

Manchmal sind es aber nicht nur einfache Kommentare... 

Deswegen habe ich das in der letzten Zeit auch kommuniziert und öffentlich darüber gesprochen, denn ich finde diese Art von Mobbing, die online stattfindet, überhaupt nicht gut. Die Leute, die Social Media nutzen, sind meist sehr jung, die haben noch nicht so viel Selbstbewusstsein.

Viele junge Mädchen fühlen sich noch nicht sicher in ihrem eigenen Körper und wenn irgendwelche feigen Menschen, die nur hinter ihrem Computer sitzen irgendwelche Sachen loslassen, dann ist das beschämend. So etwas darf nicht stattfinden. 

Was denkst du, kann man dagegen tun? 

Ich finde, das müssen wir öfter kommunizieren und wir Erwachsenen müssen es unseren Kindern beibringen, dass das etwas mit Respekt zu tun hat. Wir müssen die Menschen respektieren. Wir Eltern haben die Verpflichtung, unseren Kindern das beizubringen. 

Welche Tipps würdest du jungen Menschen zum Umgang mit den sozialen Medien geben? 

Sie müssen alle lernen, dass die Welt nicht abhängig davon ist, wie viele Likes ihr Bild hat und wie viele virtuelle Freunde sie haben. Das ist alles nicht echt. Wenn du einen Freund brauchst, wirst du nicht einen von deinen Followern anrufen.

Deswegen darf man, wenn böse Kommentare kommen, sich das gar nicht so nahe kommen lassen. So wie auch die ganzen perfekten Bilder, die sie da sehen. 

Was meinst du damit? 

Mit diesen perfekten Gesichtern, die glatt sind, die großen Augen und vollen Lippen. Das sind alles Filter und ich finde das langsam auch total ungesund. Junge Mädchen wollen sich nur noch mit Filtern fotografieren. Das finde ich erschreckend, weil das komplett kontraproduktiv für das Selbstbewusstsein dieser neuen Generation ist. 

Bearbeitest du denn deine Bilder? 

Ganz ehrlich, selten. Was ich gerne mache, ist, das Lichtverhältnis zu regulieren. Manchmal hat man nicht genug Licht und das Bild ist dunkel, das gefällt mir dann nicht. Aber ich schwöre, ich weiß nicht mal, wie man sich dünn oder groß macht. Das wäre mir auch viel zu blöd, jedes Bild zu bearbeiten bevor ich es poste. 

Vielen Dank für das Gespräch! 

Jana-Ina Zarrella wird ab dem 9. September in der neuen Staffel von „Love Island“ bei RTL II zu sehen sein. Diese läuft montags um 20.15 Uhr und dienstags bis sonntags um 22.15 Uhr.