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Günter Wallraff spricht über seinen schweren Unfall: „Es ist eine letzte Warnung“

Günter Wallraff: Im Interview spricht er über seinen Fahrradunfall

Günter Wallraff erlebte vor wenigen Wochen am eigenen Leib, wie schnell sich das Leben für immer verändern kann. Die Folgen seines schweren Fahrradunfalls werden ihn noch lange begleiten. Doch der Journalist könne seiner Situation auch etwas Positives abgewinnen, wie er in seinem ersten Interview nach dem Unfall verriet.

Zwei Liter Blutverlust und vier Stunden Not-OP waren die unmittelbaren Folgen von Günter Wallraffs schwerem Fahrradunfall Mitte April. Langfristig gesehen bedeutete der Unfall für den 76-Jährigen, dass nun fast ein Kilo Titan sein Bein stabilisieren. Gleichzeitig sei er aber auch um einige Erkenntnisse reicher, wie er in seinem ersten Interview nach dem Unfall verriet.

Günter Wallraff: „Du musst dein Leben ändern“

Der plötzliche Einschnitt in sein Leben stimmte Günter Wallraff nachdenklich, wie er RTL verrät:

„Es ist eine letzte Warnung: Du hast jetzt noch eine Chance. Was du alles versaubeutelt hast – auch in Privatem. Und was du dir - und auch anderen - zugemutet hast. Du musst dein Leben ändern. Das schoss mir durch den Kopf und so sehe ich das auch bis heute.“

So sei ihm im Laufe des letzten Monats bewusst geworden, wie viele tolle Menschen er um sich hat. Teilweise hätten ihm in der schweren Zeit Menschen beigestanden, die er seit Jahren nicht mehr berücksichtigt hatte.

Günter Wallraff lebt nun ein Leben mit Handicap

Außerdem ist Günter Wallraff nun um die Erfahrung reicher, wie sich ein Leben mit Handicap anfühlt. Er weiß nun, wie es ist, wenn man in seinen Bewegungen eingeschränkt ist.

„Ich habe eine neue Zugehörigkeit. Ich gehöre zu den Menschen, die mit Handicaps, mit Behinderungen, doch einiges im Leben schwieriger haben. Da kann man sich nicht abstrakt hineinversetzen und plötzlich merke ich, wie es den Menschen geht,“ erklärt er.

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Gibt es in Deutschland noch echte Tagelöhner-Jobs oder Hilfsarbeiter, die ohne Papiere, ohne Steuerkarte und ohne Rechte schutzlos der Willkür ihrer Auftraggeber ausgesetzt sind? - Das Fazit von Günter Wallraff: "Auch 32 Jahre nach meinen Enthüllungen als Ali zeigen unsere Recherchen: Es gibt noch immer ein 'ganz unten' in der deutschen Arbeitswelt. Die 'Alis' von heute kommen meist aus Osteuropa. Es gibt weiterhin viel zu tun für mein Team." Quelle: www.rtl.de - mehr dazu bei https://www.rtl.de/cms/team-wallraff-reporter-undercover-gibt-es-noch-ein-ganz-unten-in-der-deutschen-arbeitswelt-4129189.html #tagelöhner #hilfsarbeiter #willkür #osteuropa #enthüllung #günterwallraff #reporterdeckenauf #undercover

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Doch eine längere Auszeit will sich Günter Wallraff trotz seines komplizierten Trümmerbruchs nicht gönnen. Der 76-Jährige arbeitet bereits wieder an neuen Ideen. Mit seinem „Team Wallraff“ hat er in der Vergangenheit bereits gravierende Missstände in verschiedenen Unternehmen aufgedeckt.

Zuletzt wurden dank einem seiner Undercover-Einsätze Millionen von RTL-Zuschauern über die unzumutbaren Zuständen in psychiatrischen Einrichtungen aufgeklärt.