Glasperlenspiel brachte kürzlich den neuen Song „Immer da“ heraus. In dem dazugehörigen Video sind neben Videos aus der Isolation auch Kinderbilder zu sehen. „Promipool“ spricht mit den beiden Musikern Carolin Niemczyk (29), die auch Solo erfolgreich ist, und Daniel Grunenberg (31) über den Song und den Videodreh in Zeiten von Corona.  

„Promipool“: Hallo Carolin und Daniel, was war die Inspiration für „Immer da“? 

Daniel: Das ist tatsächlich auch in dieser Isolationszeit entstanden. Wir haben Instagram-Livestreams gemacht, wir haben Konzerte gestreamt und haben versucht, die Leute ein bisschen zu unterhalten. Da haben wir gemerkt, dass Musik das Element ist, das die Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Im Endeffekt ist „Immer da“ eine Ode an die Musik. Musik ist ja etwas, was uns unser ganzes Leben lang schon begleitet, egal ob wir traurig oder fröhlich sind, sie ist immer da gewesen. 

Carolin: Jeder von uns kennt das, wenn man an die Kinder- oder Teenie-Zeit zurückdenkt, hat man irgendwelche Songs im Kopf und verbindet diese Songs mit Bildern, Situationen und Gefühlen. Musik kann alles schöner machen und Musik kann jedes Gefühl auch verstärken. In dem Fall ist Musik auch wichtig, um Zusammenhalt zu zeigen. 

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Wie meinst du das? 

Carolin: Die Bilder, die um die ganze Welt gingen, wo die Leute auf den Balkonen gestanden haben und gesungen und sich Mut gemacht haben. In dem Moment ist es etwas, was uns alle verbindet. 

Wie kam euch die Idee zum Musikvideo? 

Carolin: Wir sind natürlich auch in der Situation, in der wir gerade nicht so frei sind, irgendwo hinzufahren und ein Video zu drehen. Für uns war das die perfekte Mischung: Wir können von zu Hause was machen, aber es gibt trotzdem auch noch diese alten Bilder.

Musik ist etwas, was mich schon immer begeistert hat und immer für mich da ist. Deswegen haben wir die alten Bilder mit reingenommen und auch die Bilder von unseren Auftritten, weil das etwas ist, das mir gerade fehlt. Es war schön, die ganzen Aufnahmen rauszusuchen und einfach zu zeigen: Das ist nicht mehr selbstverständlich, dass wir auf der Bühne stehen können. 

Wie schwer war die Entscheidung, diese doch sehr privaten Bilder in einem Musikvideo zu zeigen? 

Carolin: Man macht sich schon mal kurz Gedanken, aber es ist einfach meine Geschichte und ist total real. Deswegen fand ich das schön und passend. Das war mir in dem Moment das wichtigste, dass es zu dem Song passt und genau diese Emotionen überträgt, die wir auch mit dem Song gemeint haben. 

Wie hat sich der Dreh für euch angefühlt? 

Daniel: Man muss ja sagen, wir sind alle sehr kreativ geworden in dieser Zeit. Da kommt die Idee eigentlich relativ schnell zu sagen: Hey wir machen seit zwei Wochen schon alles mit unserem iPhone. Das ist das, was gerade auf der ganzen Welt passiert. Das fanden wir ganz geil und hatten irgendwie Bock drauf. 

Hat es mehr Spaß gemacht als ein normaler Dreh? 

Carolin: Es war anders. 

Daniel: Ich würde jetzt nicht sagen, dass es mehr Spaß gemacht hat, aber war auf jeden Fall erfrischend, das auch mal anders anzugehen. Man würde ja tatsächlich das so nie planen. 

Vielen Dank für das Gespräch!