Er will alles anders machen

Prinz Harry in neuem Interview: Ganz offen über seine schwierige Zeit als Royal

Prinz Harry

Seitdem Prinz Harry und Herzogin Meghan als Senior-Royals zurückgetreten sind, lassen sie kaum ein gutes Haar an ihrer Zeit im königlichen Palast. Nach krassen Enthüllungen in ihrem Interview mit Oprah Winfrey spricht Harry jetzt auch in einem Podcast über seine schwierige Zeit als Royal.

In einem neuen Podcast-Interview spricht Prinz Harry (36) ganz offen über sein Leben als Royal und warum er genau das für seine Kinder nicht will. Nach dem Skandalinterview mit Oprah Winfrey (67), lassen auch die neuen Offenbarungen des 36-Jährigen die Königsfamilie in keinem guten Licht dastehen. Vor allem seine eigene Erziehung habe ihn dazu bewegt, den Royals den Rücken zu kehren.

Prinz Harry spricht offen über sein Leben als Royal: Er will alles anders machen

Im Podcast „Armchair Expert“ verrät Prinz Harry in einem 90-minütigen Gespräch, wie sehr sein Leben im Palast seine mentale Gesundheit beeinflusst hat. Vor allem seinen Kindern möchte er ein solches Großwerden nicht zumuten: „Geht es im Leben nicht darum, den Kreislauf zu durchbrechen, richtig? Es gibt keine Schuldzuweisungen. Ich denke nicht, dass wir mit dem Finger auf jemanden zeigen oder jemanden beschuldigen sollten.“

Harry bringt damit auch die eigene Kindheit und Erziehung seines Vaters Prinz Charles (72) in Verbindung: „[…] wenn ich irgendeine Form von Schmerz oder Leid erfahren habe, weil mein Vater oder meine Eltern Schmerz oder Leid erlitten haben, werde ich dafür sorgen, dass ich diesen Kreislauf durchbreche, damit ich ihn nicht weitergeben kann.“

Dazu den Kreislauf zu durchbrechen gehört für Harry auch, seine Kinder nicht auf ein strenges Internat zu schicken, wie Charles eines besucht hat: „Okay, das ist also der Ort, an dem er zur Schule gegangen ist, das ist das, was passiert ist, ich weiß das Bisschen über sein Leben. Ich weiß auch, dass es eine Verbindung zu seinen Eltern gibt. Das heißt also, er behandelt mich so, wie er behandelt wurde, was bedeutet, wie kann ich das für meine eigenen Kinder ändern?

Die einzig richtige Lösung für Prinz Harry und Herzogin Meghan (39) war es, das Königshaus zu verlassen und ein eigenständiges Leben zu führen: „Ich bin jetzt mit meiner ganzen Familie in die USA gezogen - das war nicht der Plan. Aber manchmal muss man Entscheidungen treffen und seine Familie und seine geistige Gesundheit an die erste Stelle setzen.“

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Prinz Harry, Herzogin Meghan und Archie

Dass er jetzt mit seinem Sohn Archie (2) einfache Dinge tun kann wie Fahrradfahren, ist für den Briten eine echte Befreiung: „Ich hätte nie die Chance gehabt, das zu tun.“ Sein Leben als Royal beschreibt Harry als einen „Mix aus Truman-Show und Zoo“, jeder seiner Schritte wurde also bis auf das kleinste Detail verfolgt und analysiert.

Das erklärt auch das ungewöhnliche Date mit Meghan, von dem Harry ebenfalls erzählt. In ihrer ersten Zeit des Kennenlernens lud Harry Meghan zum ersten Mal zu sich ein. Die beiden wollten für ihr Treffen im Supermarkt einkaufen, doch das war nicht ganz einfach. Damit niemand etwas mitbekam, gingen sie getrennt durch den Laden und schickten sich SMS darüber, was sie einkaufen sollen.

Für seinen Sohn Archie und seine Tochter, mit der Meghan gerade schwanger ist, will Prinz Harry ein solches Leben nicht. Den Kreislauf aus „Schmerz und Leiden“ konnte er mit seinem Weggang aus Großbritannien hoffentlich unterbrechen. Auch die Gespräche mit einem Therapeuten sollen ihm geholfen haben zu erkennen, was er will und was wirklich wichtig ist.