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Prinz Harry äußert sich zum Angriff auf das Kapitol

Prinz Harry spricht Sturm auf US-Kapitol in neuem Interview an
25. Januar 2021 - 14:59 Uhr / Isabel Neuber

In einem neuen Interview sprach Prinz Harry über die Gefahren von sozialen Medien und die Notwendigkeit, Online-Plattformen zu reformieren. Außerdem äußerte er sich zum Angriff auf das US-Kapitol und seinen persönlichen Erfahrungen mit Fehlinformationen im Internet. 

Prinz Harry (36) äußert sich erneut kritisch gegenüber der Online-Welt. In einem Interview mit „Fast Company“ sprach er ausführlich über eine notwendige Reform der sozialen Medien und über die problematischen Auswirkungen von Fehlinformationen.

Prinz Harry ist der Ansicht, dass soziale Medien eine tragende Rolle in dem Angriff auf das US-Kapitol spielten und schöpft bei dem Thema Falschinformationen vor allem aus eigenen Erfahrungen.

Interview: Prinz Harry über Sturm auf das Kapitol und Fehlinformationen

In Reaktion auf die Maßnahmen, die große IT-Unternehmen nach dem Sturm auf das Kapitol ergriffen, sagte Harry: „Wir haben wieder mal gesehen, was passiert, wenn Fehlinformationen im Internet verbreitet werden, ohne dass der Verfasser dabei an die Konsequenzen für die reale Welt denkt. Man sollte die Geschehnisse nicht herunterspielen. Die Demokratie der Vereinigten Staaten wurde angegriffen und dieser Angriff wurde in den sozialen Medien organisiert. Hierbei handelt es sich um gewalttätigen Extremismus.“

Prinz Harry
Prinz Harry

Es ist allgemein bekannt, dass soziale Medien beim Völkermord in Myanmar eine große Rolle gespielt haben. Im Internet wurde zu Gewalt gegen das Volk der Rohingya aufgerufen. Wir haben es hier also mit einem fundamentalen Menschenrechtsproblem zu tun“, fuhr er fort.

„Und in Brasilien führten Falschinformationen zur Zerstörung des Amazonas, was ein ökologisches und globales Gesundheitsproblem darstellt.“

Der Herzog wandte sich auch an diejenigen, die die Reform der sozialen Medien als Angriff auf die Redefreiheit ansehen. „Die sozialen Medien sind nicht das moderne Äquivalent eines öffentlichen Platzes und wenn die Plattformen für die Probleme, die sie geschaffen haben, zur Rechenschaft gezogen werden, sollten wir das nicht als Angriff auf die Redefreiheit verstehen.“

„Ich glaube, es ist falsch zu sagen, dass man sich zwischen Redefreiheit und einer mitfühlenderen und vertrauenswürdigeren digitalen Welt entscheiden muss. Sie schließen einander nicht aus“, erklärte er außerdem.

Prinz Harry und Herzogin Meghan: Kampf gegen Falschinformationen im Internet

Das Interview mit „Fast Company“ wurde am Freitag veröffentlicht. Es ist nicht das erste Mal, dass Prinz Harry mit der Zeitung sprach. Bereits letzten Sommer äußerte er sich gegenüber „Fast Company“ zu einer Reform in den sozialen Medien, die Hassreden und Fehlinformationen im Internet bekämpfen soll. Dies ist ein zentrales Anliegen für Harry und Meghan, die bereits selbst davon betroffen waren.

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Über die Belästigung, die er und Meghan im Internet erfahren mussten, sagte er jetzt: „Ich war wirklich überrascht zu sehen, wie meine Geschichte erzählt wurde und wie die meiner Frau erzählt wurde und als wir dann zusammenkamen, wurde diese Geschichte auf ganz neue Art und Weise erzählt. Diese Fehlinformationen waren der Auslöser für all die Belästigung, die wir erfahren haben. Wäre man von Anfang an bei der Wahrheit geblieben, dann wäre es nie dazu gekommen.

Auch über andere Gefahren der sozialen Netzwerke hat Harry bereits gesprochen. Er ist der Ansicht, dass diese süchtig machen können und dass viele Nutzer zu viel Zeit im Netz verbringen.