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Kronprinzessin Mette-Marit: „ Ich hatte eine Phase, in der ich so viel Schmerz in mir hatte“

Prinzessin Mette-Marit erzählt in ihrem Buch über ihre Kindheit und Jugend
4. September 2019 - 13:24 Uhr / Franziska Heidenreiter

Am Montag bringt Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen zusammen mit Autor Geir Gulliksen ein Buch heraus. Es heißt „Hjemlandet og andre fortellinger" (dt. „Heimat und andere Geschichten“). Darin erzählt Mette-Marit auch von den unglücklichen Zeiten in ihrer Jugend und offenbart ihre Gedanken über ihre Rolle als zukünftige Königin von Norwegen.

Im Gespräch mit dem Autor Geir Gulliksen erzählt Prinzessin Mette-Marit von Norwegen (46), dass für sie die Situation als Ehefrau des norwegischen Thronfolgers nicht immer einfach ist: „Ich habe immer noch viel Aufruhr in mir. Ich übe meine Rolle nicht so aus, wie viele es von mir erwarten. Eher im Gegenteil.“ 

Dann erzählt die 46-Jährige von ihrer nicht ganz unkomplizierten Kindheit und Jugend: „Ich bin in einer Bilderbuchfamilie aufgewachsen. Alle zuhause wussten, dass es nicht wahr war, aber so sah es aus. Heute bin ich froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe, jetzt, wo es trotz allem gut gegangen ist.“

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Prinzessin Mette-Marit über ihre Jugend: „Ich konnte die Erwartungen nicht mehr erfüllen“

Prinzessin Mette-Marit sei in ihrer Jugend als Folge ihrer schwierigen Kindheit sehr aufrührerisch gewesen. In der dritten Klasse der weiterführenden Schule habe sie sich den Kopf rasiert.

„Meine Kindheit hatte etwas mit mir gemacht und ich hatte eine Phase, in der ich so viel Schmerz in mir hatte, der als Zorn und Trauer herauskam. Bevor ich nach Australien reiste, war ich das pflichtbewussteste Mädchen der Welt gewesen“, erklärt sie.

„Dann war Schluss, ich konnte nicht mehr, ich konnte die Erwartungen der anderen nicht mehr erfüllen“, so Mette-Marit.

Prinzessin Mette-Marit von Norwegen zeigt sich glücklich beim Wandern
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Mette-Marit lebt auch als künftige Königin ihr eigenes Leben

In Bezug auf ihre Rolle als künftige Königin sagt Mette-Marit: „In den ersten 10 Jahren versuchte ich so zu sein, wie eine Kronprinzessin meiner Meinung nach sein sollte. Aber damit beschäftige ich mich nicht mehr so sehr. Es ist wichtig, ein Leben zu leben, in dem ich ich selbst sein kann.“

Dabei habe ihr die Literatur geholfen. Zusammen mit Autor und Redakteur Geir Gulliksen hat die Kronprinzessin nun zwölf neue Texte norwegischer Autoren zusammengestellt. Die Initiative dafür kam vom Verlag.

Prinzessin Mette-Marit ist Botschafterin für Literatur

Der Hof erklärte auf Anfrage von „VG“, dass Prinzessin Mette-Marit als Botschafterin für norwegische Literatur an dem Projekt mitgearbeitet hat. Einnahmen würden zurück in die Literaturbranche fließen.

Die Veröffentlichung des Buches kommt nur Tage, nachdem Prinzessin Mette-Marit im Rahmen der Konfirmation ihrer Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra (15) tiefe private Einblicke in ihr Leben gegeben hat.

Mit offenen Gesprächen über ihr Leben und ihre Gedanken zeigen die norwegischen Royals abermals, dass sie auch nur normale Menschen sind, die vor ihren ganz eigenen Problemen und Herausforderungen stehen.