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Im Sommer könnte es Dämpfer für schwedische Royals geben

Prinzessin Victoria und Madeleine mit ihren Ehemännern Prinz Daniel und Carl Philip 
15. Januar 2021 - 11:26 Uhr / Julia Ludl

Die Funktion des Königshauses in der konstitutionellen Monarchie in Schweden ist bereits sehr begrenzt und beschränkt sich hauptsächlich auf Zeremonielles. Doch durch ein neues Komitee könnten die schwedischen Royals im Sommer weiter eingeschränkt werden.

Im November 2019 setzte die schwedische Regierung ein Komitee in Gang, das gleich mehrere Aufgaben bekam: Es soll sich das Belohnungssystem (Orden und Medaillen) vorknöpfen. Auch die öffentlichen Beflaggungstage sind auf dem Prüfstand. So soll beim nächsten Thronwechsel die Anzahl der königlichen Beflaggungstage reduziert werden.

Zudem gab König Carl Gustaf (74), dessen Ehefrau Königin Silvia aus Heidelberg stammt, im Oktober 2019 bekannt, die schwedische Königsfamilie zu verkleinern und entzog den Kindern von Prinz Carl Philip (41) und Prinzessin Madeleine (38) den Titel der Königlichen Hoheit.

Schwedisches Königshaus könnte erneut geschwächt werden

Alle diese Punkte werden den Status des Königshauses in Schweden, das ohnehin keinerlei politische Einflussmöglichkeiten hat, erneut schwächen.

Wenn über das Jahr hinaus an weniger Tagen die Flaggen gehisst werden, wird die Bevölkerung automatisch weniger an das Königshaus erinnert. Wenn das Königshaus in Zukunft weniger Orden und Medaillen verleihen kann, soll dies Auswirkung auf ihre Relevanz haben. Und auch die Höhe der Apanage ist eng mit dem öffentlichen Handlungsspielraum verbunden - sprich weniger Geld, weniger Reisen und Auftritte.

König Carl Gustaf versucht, royalen Status zu festigen

König Carl Gustaf hat in den letzten Jahren versucht, den verblieben Status zu zementieren. Bezeichnungen für ihn, wie „Staatschef“ wurden immer häufiger in Pressemeldungen benutzt. Auch die royalen Aktivitäten am Nationalfeiertag wurden vom Königshaus erweitert.

Außerdem wird immer öfter betont, dass der Monarch die wichtige Rolle der inneren Verbindung des Volkes spiele und nach außen der oberste Repräsentant Schwedens sei. Doch reicht das?

König Carl Gustaf von Schweden 

Die Coronakrise hat etlichen gezeigt, dass in erster Linie die Gesundheitsexperten des Landes und die Politik wichtig seien. Denn dass das Königshaus durch ausbleibende Touristen mehr Geld vom Steuerzahler verlangt, hat nicht gerade positive Eindrücke hinterlassen.

Das Komitee soll am 15. Juni 2021, also in wenigen Monaten, seinen Bericht vorlegen. Dann wird der Staat beraten, wie es weitergehen soll.