Als Schauspieler war er oft der draufgängerische Held, der Gangster und auch der Komödiant. Aber nicht nur in seinen Filmen, sondern auch im wirklichen Leben hat Jean-Paul Belmondo (83), oder „Bébel“, wie er auch genannt wird, einiges einstecken müssen. Höhen und Tiefen, aber auch Krankheit und Schicksalsschläge haben dem Kult-Schauspieler allerdings nie sein breites Lachen genommen.

Jean-Paul Belmondo: Seine steile Karriere

Vor allem in den sechziger und siebziger Jahren rissen sich alle Regisseure und Produzenten um Jean-Paul. Mit viel Witz und Selbstironie schaffte er es, die breite Masse zu begeistern. Doch sein Start war alles andere als leicht: Jahrelang arbeitete Bébel als schlecht bezahlter Tournee- und Theaterschauspieler. Trotz seines Talentes schien er nicht hübsch genug für die Leinwand, wie er einst in einem Interview erklärte. Im Jahr 1959 gelang dem damals 26-Jährigen mit „Außer Atem“ dann der große Durchbruch. Seither spielte er in knapp hundert Kinofilmen mit und kam auch bei actionreichen Szenen meist ohne Stunt-Double aus. Für sein unglaubliches Lebenswerk wurde er bereits mit einer Goldenen Kamera, einem Goldenen Löwen und einer Goldene Palme ausgezeichnet.

Jean-Paul Belmondo und die Frauen

Mit schönen Frauen hat man es nicht immer leicht – das musste auch Jean-Paul erfahren. Es werden ihm viele Liebeleien nachgesgt. Wie mit Sophia Loren (82), neben der er in „Und dennoch leben sie“ spielte, oder „Spiel mir das Lied vom Tod“-Star Claudia Cardinale (78). Zweimal war der Frauenheld verheiratet, erst mit Elodie Constantin, mit der er drei Kinder bekam, dann mit Natty Tardivel (52), die dem damals 70-Jährigen noch eine Tochter schenkte. Zuletzt war er mit dem Ex-Model Barbara Gandolfi (41) liiert – rund 42 Jahre Altersunterschied waren dann wohl doch zu viel für ihre Liebe, denn 2012 gab er die Trennung bekannt.

Schicksalsschläge im Leben von Bébel

In Jean-Pauls Leben gibt es aber nicht nur Sonnen- sondern auch Schattenseiten. 1994 musste er seiner Tochter Patricia (†36) für immer leb' wohl sagen, als die damals 36-Jährige bei einem Brand ums Leben kam. Im Jahr 2001 erlitt Bébel einen Schlaganfall und musste mühsam das Sprechen und Gehen neu lernen. Trotz dieser Schicksalsschläge hat Jean-Paul sein breites Grinsen, sein Markenzeichen, nie verloren. In seinem Heimatland Frankreich wird er noch immer wie ein Superstar gefeiert – und ist auch mit 83 Jahren noch eines der bekanntesten Mitglieder der französischen Schickeria.