Vom Darling zur Außenseiterin

Prinzessin Madeleine: Der Kampf gegen das Luxus-Image

Prinzessin Madeleine war immer der Sonnenschein vom schwedischen Königshaus. Doch seitdem die Prinzessin in New York wohnt, hängen schwarze Gewitterwolken über dem Königshaus. Vom Liebling avancierte Madeleine zur Luxus-Prinzessin.

Mit dem Image ist es so eine Sache. Es ist sensibel und bekommt leicht Kratzer, die so schnell nicht verschwinden. Die Furchen in der öffentlichen Wahrnehmung bleiben meist ein lebenlang, auch wenn sie leicht verblasst sind, können sie jederzeit wieder aufreißen. Jeder Mensch, der in der Öffentlichkeit steht, achten penibel darauf wie sein Image ist. Es ist von großer Bedeutung und entscheidet über Sieg oder Niederlage. Zu viele Kratzer können den Untergang bedeutet, je nach Person schadet ein paar allerdings nicht. Bei den Königshäuser muss es nahezu makellos sein. Fehltritte werden nicht geduldet. Derzeit kämpft die schöne Prinzessin Madeleine von Schweden gegen ein schlechtes Licht, das auf sie fällt. Sie wird als Luxus-Prinzessin verschrien, die es sich in New York gut gehen lässt und ihre Aufgaben als königliches Mitglied vollkommen vergisst.

flickr.com/Bengt NymanKönigliche Schwestern: Victoria und Madeleine

Königliche Schwestern: Victoria und Madeleine

Gegen diese schlechte Berichterstattung kämpft das Königshaus nun an und veröffentlicht selbst ein Interview mit Madeleine. Dort beteuert die 29-Jährige, dass sie ihren Aufenthalt selbst bezahle und fleißig für die Wohltätigkeitsorganisation “Childhood” arbeite. Sie repräsentiere Schweden eben im fernen Amerika. Doch ob das hilft, wage ich zu bezweifeln. Es wirkt nach all der Zeit beinahe so, als hätte Prinzessin Madeleine Schweden den Rücken gekehrt. Zumindest fliegt sie immer nur für kurze Stippvisiten ein. Aber so wurde ihr Amerikaaufenthalt noch nicht immer gesehen. Ihr Image hat sich verändert. Als sie im April 2010 nach der Auflösung ihrer Verlobung nach New York flüchtet, hatte jeder großes Verständnis für Madeleine. Die arme Prinzessin brauchte eine Auszeit. Zeit für sich. Aber wie lange sollte die dauern? Ganz offensichtlich ist der Bogen für die Schweden mittlerweile überspannt. Denn jetzt heißt es nicht mehr arme Prinzessin sondern Luxus-Prinzessin. Es geht ihr wieder gut und sie hat einen neuen Mann.

Eigentlich sollte man sagen, schön dass es Madeleine wieder so gut geht. Sie ist glücklich und das ist alles was zählt. So würde ich die Sache sehen. Aber vielleicht kann man dies nur schwer beurteilen. Viele Schweden sind der Meinung, die Prinzessin gehört nach Hause. Die Geschichte zeigt eins: Das mit dem Image ist ein schmaler Grad und kann sich sehr schnell ändern beziehungsweise umschlagen. Das Bild vom Liebling zur verschwenderischen Prinzessin änderte sich, ohne das Prinzessin Madeleine ihr Verhalten geändert hat. Und ich muss es sagen: Das ist irgendwie unfair, oder? Was einmal gut war, ist plötzlich schlecht? Sicherlich muss und wird Prinzessin Madeleine eines Tages zurück nach Schweden gehen, denn da gehört sie hin. Dieser Meinung bin ich auch, aber bis dahin darf auch eine Prinzessin neue Städte erkunden und außerhalb vom Königshaus ihr Leben leben.

  • Great, thanks for your share!
    @2012-04-15 16:22