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24. Dezember 2017 - 15:05 Uhr / Saskia Theiler

Die Kehrseite des Ruhms

Romy Schneider: Darum waren die „Sissi“-Filme Fluch und Segen zugleich
Sissi und Franz: Karlheinz Böhm und Romy Schneider

„Sissi“ und „Franz“ gespielt von Karlheinz Böhm und Romy Schneider

Mit der Verfilmung des Lebens von Kaiserin Elisabeth, auch Sissi genannt, wurde die Schauspielerin Romy Schneider weltberühmt. Doch mit dem Erfolg kamen auch die Schattenseiten des Ruhms.

Es ist eine der erfolgreichsten Kultfilmreihen schlechthin: Die Trilogie „Sissi“ ist ein Klassiker unter den romantischen Historienfilmen und selbst über 60 Jahre nach dem Erscheinen der Filme erfreut sich die Reihe großer Beliebtheit. Besonders der deutsch-österreichisch-französischen Schauspielerin Romy Schneider (†43) verhalf ihre Darstellung der österreichisch-ungarischen Kaiserin Elisabeth zum internationalen Durchbruch. An der Seite von Karlheinz Böhm (†86), der in die Rolle des charmanten Kaisers Franz-Jopseh I. schlüpfte, avancierte die talentierte Schauspielerin zu DEM Filmstar der Fünfziger.

Romy Schneider: Stiefvater bestimmte über sie

Doch was viele nicht wussten: Die Vollblutschauspielerin war nach dem ersten „Sissi“-Film gar nicht so erpicht darauf, sich für die Fortsetzungen der Reihe verpflichten zu lassen, sagte zunächst sogar kategorisch ab. Ihr Stiefvater Hans Herbert Blatzheim (†63) managte Romy zu der Zeit, verwaltete ihre Einnahmen und entschied oft über ihren Kopf hinweg, welche Rollen sie anzunehmen hatte. Viele Angebote, manche sogar in Hollywood-Produktionen, wurden abgelehnt.

„Franz“ und „Sissi“

„Franz“ und „Sissi“ heiraten

Sie wollte sich anderen Projekten widmen

Obwohl sie es störte, dass ihr eigener künstlicher Anspruch oft bei der Rollenauswahl nicht berücksichtigt wurde, willigte Romy Schneider ein, die zweiteilige Fortsetzung zu drehen. Im Gegenzug dafür ergatterte sie aber eine Rolle in der Verfilmung einer ihrer Herzblutstoffe „Robinson soll nicht sterben“. Als sie das Angebot, für einen vierten Film in die Rolle der tragisch-schönen Kaiserin zu schlüpfen, bekam, lehnte Romy Schneider allerdings entschieden ab. Die Leinwandschönheit wollte nicht mehr auf diese eine Rolle reduziert werden und sich kreativ entfalten.

Die Konsequenz: Finanzielle Verluste für sie und ihre Mutter Magda Schneider (†87), die in den „Sissi“-Filmen zuvor als „Herzogin Ludovika“ zu sehen war, und ein verschlechtertes Verhältnis zu ihrem Stiefvater und Manager Hans Herbert Blatzheim.

Trotz aller Probleme, die ihre Rolle der „Sissi“ mit sich brachte, konnte sich Romy Schneider aber immerhin über drei Bambi-Nominierungen freuen und die Fans über Filme, die bis heute Kultstatus feiern.

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