Von Mark Read 0
Spanien zerlegt Tahiti

Zweistellig! Fernando Torres schießt tapferes Tahiti ab

Für die Amateur-Kicker aus Tahiti ist der Confederations Cup ein großes Abenteuer. Dass sie keine Chance gegen Weltmeister Spanien haben würden, wussten sie schon vorher. Doch eine zweistellige Pleite hätten sie dann wohl doch lieber vermieden ...


Die Spieler von Tahiti sind im wahren Leben LKW-Fahrer, Supermarktverkäufer und Verwaltungsangestellte. Bis auf Marana Vahirua (zweite Liga in Griechenland) sind sie allesamt Amateure, für die die Teilnahme am Confederations Cup in Brasilien ein riesiges Abenteuer ist.

Schon das erste Spiel verlor der Außenseiter aus Ozeanien mit 1:6 gegen Nigeria. Aber mit dem Ehrentreffer erfüllte man sich trotzdem dort schon das ersehnte Ziel, wenigstens ein Tor zu schießen - und gewann weltweit Sympathien. Gestern ging es im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien, die momentan beste Mannschaft der Welt, in den letzten fünf Jahren zwei Europameister- und einen WM-Titel gewann.

Trotz 0:10 - Tahiti ist glücklich

Obwohl die Spanier viele ihrer Stars auf der Bank ließen, hatten die wackeren Amateure aus Tahiti nicht den Hauch einer Chance. Die spanischen Stürmerstars Fernando Torres (vier Treffer) und David Villa (drei Tore) zerlegten die Spieler von der Insel fast im Alleingang. Am Ende wurde es sogar zweistellig. In der 89. Minute stellte David Silva mit seinem zweiten Treffer den 10:0-Endstand her. Außerdem trug sich noch Juan Mata in die Torschützenliste ein.

Trotz dieser Demütigung war der Kick gegen die Spanier für die Spieler aus Tahiti ein einmaliges Erlebnis. Nach Abpfiff wurden sie auf dem Rasen von Weltklasse-Spielern wie Torres und Iniesta abgeklatscht und umarmt, durften mit ihnen über das Spiel sprechen und natürlich Trikots tauschen. Die Sympathien im legendären Maracana-Stadion von Rio de Janeiro waren ohnehin klar auf Seiten der Insel-Kicker. Also: Dieses 0:10 werden sie beileibe nicht nur in negativer Erinnerung behalten.


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