Von Nils Reschke 0
Road to Rio 2014

Zweimal Marco Reus: Aluminium verhindert Schützenfest gegen Kasachstan

Es war keine Gala und hätte trotzdem fast zweistellig ausgehen können. Zufrieden sein konnte Joachim Löw mit der gestrigen Partie gegen Kasachstan nur bedingt. Wichtig aber war vor allem, dass sechs Punkte in der Gruppe C eingefahren wurde.


Wie auch schon im Hinspiel gewann die deutsche Nationalmannschaft gegen Kasachstan in der Gruppe C der WM-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien deutlich. Nach einem 3:0 am vergangenen Freitag ließen die DFB-Adler dieses Mal einen 4:1 (3:0)-Sieg folgen. Es war keine Gala, die die Zuschauer in Nürnberg erlebten. Vor allem der zweite Durchgang war eher eine zähe Angelegenheit. So wie das eben passieren kann, wenn der Gegner eigentlich nur auf Schadensbegrenzung bedacht ist und sich hinten reinstellt. Trotzdem zählen die drei Punkte. Und die sind nach der aktuellen Tabellenkonstellation immer noch sehr wichtig.

Bundestrainer Joachim Löw musste im Vergleich zum 3:0 auf Benedikt Höwedes, Bastian Schweinsteiger und Julian Draxler verzichten. Dafür rückten Jerome Boateng, Ilkay Gündogan und Julian Reus in die Mannschaft. Vor allem die beiden Dortmunder machten dabei ihre Sache besonders gut und trugen sich am Ende sogar in die Torschützenliste ein. Nachdem das DFB-Team zwei Mal den Pfosten getroffen hatte, fand jener Marco Reus endlich die Lücke und traf per Flachschuss zum 1:0 nach 23 Minuten. Dann marschierte Philipp Lahm durch die gesamte Deckung der Gäste, Mario Götze brauchte nur noch den Fuß hinhalten – schon stand es 2:0 (27.). Und wieder nur vier Minuten später drückte Gündogan nach einer Flanke von Mesut Özil das Leder zum dritten Tor über die Linie (31.). Pech hatte der BVB-Profi mit einem weiteren Alu-Treffer.

Es ging also mit einem 3:0 in die Kabine, das in Astana nach 90 Minuten den Endstand bedeutet hatte. Wer aber dachte, das Schützenfest würde im zweiten Abschnitt fortgeführt werden, sah sich getäuscht. Nach einem Lapsus von Manuel Neuer verkürzte Heinrich Schmidtgal auf 1:3 direkt nach der Pause (46.). Danach quälte sich das DFB-Team lange durch diese Partie. Mehrmals retteten Pfosten und Latte für Kasachstan, das selbst noch einmal gefährlich vor dem deutschen Tor auftauchte und nur den Außenpfosten traf. Erst Marco Reus in der Schlussminute stellte den alten Abstand und 4:1-Endstand her.


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