Von Kathy Yaruchyk 0
"Nach Moskau"

Zwei Jahre nach dem Unfall: Samuel Koch wird Theaterschauspieler

Vor zwei Jahren waren Millionen Zuschauer schockiert als sie den Horror-Unfall von Samuel Koch live im Fernsehen sahen. Mittlerweile hat sich der 25-Jährige ins Leben zurückgekämpft und feiert erste Erfolge: Samuel kann endlich wieder seiner großes Leidenschaft, der Schauspielerei, nachgehen.


Vor circa zwei Jahren ereignete sich der tragische Unfall, der das Leben des heute 25-jährigen Samuel Koch komplett veränderte. Am 04. Dezember 2010 verunglückte er bei der ZDF-Sendung "Wetten, dass ...?“ beim Versuch, mit Sprungstelzen entgegenkommende Autos zu überspringen. Seither ist der Samuel vom Hals abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl.

Doch Samuel hat sich in den vergangenen zwei Jahren ins Leben zurückgekämpft: Mittlerweile lebt er in einer eigenen Wohnung in Hannover, hat sein Studium wieder aufgenommen und auch gesundheitliche Fortschritte gemacht: "Seien es die Innenseiten der Knie, der Ellbogen oder die rechte Gesäßbacke – lustige Dinge fange ich an zu spüren", so Samuel im Interview mit RTL.

Seit Oktober besucht Samuel die die Hochschule für Musik und Medien, wo er Schauspiel studiert und steckt gerade mitten in den Theaterproben. In der Komödie "Nach Moskau" spielt Samuel einen Militärarzt. Für die Rolle ließ er sich sogar einen Bart wachsen: "Ich soll aussehen wie fast 60. Vor anderthalb Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich hier jetzt mit meinen Kommilitonen rumsitze. Da war ich in der Klinik in der Schweiz, mein Luftröhrenschnitt war gerade zugenäht worden und ich habe wieder sprechen gelernt."

Samuel muss einen strengen Trainingsplan verfolgen: "Es ist mitunter echt happig: sechs Uhr Aufstehen, acht bis zehn Uhr Therapie. Zehn, elf Uhr geht es dann in die Uni. Ich habe dort einen Raum zur Verfügung gestellt bekommen, wo ich dann mittags auch noch mal Therapie mache. Und dann geht´s hier bei den Proben manchmal unorthodox lange. In den Hauptprobenphasen bis Mitternacht und länger – und dann gehe ich nach Hause und mache mein Wahlpflichtprogramm: Stehtraining“, gesteht der 25-Jährige.

Wir freuen uns riesig, dass sich das harte Rehabilitationstraining bezahlt macht und, dass Samuel erste Erfolge feiern kann. Weiter so!


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