Von Nils Reschke 0
Ende in Down Under

Zu wenig Erfolg: INXS lösen sich auf

Kurz nachdem ihr Album „Elegantly Wasted“ im Jahr 1997 erschienen war, wurde Frontmann Michael Hutchence in einem Hotelzimmer tot aufgefunden. Er hatte sich mit einem Gürtel erhängt, sein Vermögen von geschätzten 20 Millionen Australischen Dollar blieb verschwunden. Für seine Band INXS war der Suizid des charismatischen Sängers der Anfang vom Ende.


Es ist still geworden um die australische Rockband INXS. Zu still vermutlich. Denn jetzt gaben die Rocker aus Down Under ihre Trennung bekannt – nach immerhin 35 Jahren Bandgeschichte, auf die sie zurückblicken können. Aber nachdem sich ihr Sänger Michael Hutchence im Jahr 1997 das Leben genommen hatte, kamen auch seine Mitstreiter von INXS danach irgendwie nie wieder so richtig auf die Beine. Erst recht konnten sie nie mehr an die grandiosen Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Auf einem Konzert in Perth, wo INXS als Vorband von Matchbox Twenty auftraten, ließ Schlagzeuger Jon Farriss die Katze aus dem Sack und verkündete das Aus der Band, die seit dem Tod von Michael Hutchence vergeblich versuchte, mit ständig wechselnden Leadsängern noch einmal in die Erfolgsspur zurückzufinden. Doch weder Jimmy Barnes, Jon Stevens und auch nicht Terence Trent D’Arby kamen an den charismatischen Frontsänger Hutchence heran. Gegegründet hatten sich INXS bereits Ende der 70er Jahre, damals noch als The Farriss Brothers. Tim Farriss spielte Gitarre, Bruder Andrew war unter anderem am Keyboard zu finden, Jon bediente die Drums.

Der Erfolg stellte sich dann in den 80er und 90er Jahren ein, in denen INXS nicht nur in Australien eine der großen Nummern waren, sondern auch internationale Erfolge feierten. Ihre Single „Need You Tonight“ erreicht 1987 in den US-Charts Rang eins und erklomm auch in Großbritannien den zweiten Platz. Ihr Album „Kick“ aus demselben Jahr schaffte es in Australien an die Spitze der Charts, in den USA auf Platz drei. Auch das Nachfolgealbum „X“ aus dem Jahr 1990 war äußerst erfolgreich. Zwei Jahre später erreichte dann „Welcome To Wherever You Are“ Platz eins in den britischen Charts.


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