Von Mark Read 0
Wechsel nach Paris

Zlatan Ibrahimovic folgt dem Lockruf der Scheichs

Der wohl größte Transfer-Hammer dieses Sommers ist perfekt. Superstar Zlatan Ibrahimovic verlässt nach zwei Jahren den AC Mailand und wechselt in die französische Ligue 1 zu Paris St.-Germain. Der Hauptstadt-Klub rüstet dank Scheich-Millionen üppig auf.


Es hatte sich seit einigen Tagen angedeutet, nun ist es offiziell: Der schwedische Superstar Zlatan Ibrahimovic verlässt nach zwei Saisons den AC Mailand und wechselt nach Frankreich. Der Hauptstadtklub Paris Saint Germain hat sich den streitbaren Schweden geangelt und damit den wohl spektakulärsten Transfercoup des Sommers geleistet. Im Sommer 2011 übernahm ein Investoren-Konsortium aus Katar den französischen Traditionsverein und pumpt seitdem Unsummen in die Mannschaft. Es steht also außer Frage, dass Ibrahimovic in Paris sein wohl ohnehin schon fürstliches Gehalt aus Mailand noch einmal ordentlich aufstocken wird.

Der Sportdirektor von Paris Saint Germain, Leonardo, freut sich natürlich über den Transfer-Hammer: "Dass ein Spieler dieses Kalibers nach Paris kommt, ist enorm", jubelte der Brasilianer bei der französischen Sportzeitschrift "L'Equipe".

Vor dem Coup mit dem Stürmerstar hatten die Franzosen bereits dessen Mannschaftskameraden Thiago Silva für schlappe 42 Millionen Euro und Ezequiel Lavezzi vom SSC Neapel für 26 Millionen Euro verpflichtet. Nachdem die Mannschaft in der Vorsaison das klar erklärte Ziel "Meisterschaft" knapp verfehlte und dem Außenseiter Montpellier den Vortritt lassen musste, soll nun offenbar mit aller Macht der Titel her. Die Scheichs aus Katar wollen für ihre Investitionen natürlich Erfolge sehen.

Dass diese Erfolge mit einem brillianten Fußballer wie Ibrahimovic zu erreichen sind, steht außer Frage. Bei all seinen bisherigen Stationen hat der 30-Jährige Angreifer seine überragenden Fähigkeiten am Ball und seinen Torinstinkt unter Beweis gestellt. Für Mailand schoss er in zwei Jahren 56 Tore in insgesamt 85 Spielen. Doch Ibrahimovic ist eben auch als schwieriger Charakter bekannt, der sich oftmals nur schwer Autoritäten unterordnet. Beim FC Barcelona hielt er es nur eine Saison lang aus, weil er mit Trainer Pep Guardiola aneinander geriet. Seitdem lässt der Schwede selten eine Gelegenheit aus, um öffentlich über Guardiola herzuziehen.

Bei Paris Saint Germain schwingt allerdings mit Carlo Ancelotti nun ein Trainer das Zepter, der im Umgang mit Superstars erfahren ist. Der Italiener coachte unter anderem jahrelang den AC Mailand und den FC Chelsea. Bei den Londonern war er auch Vorgesetzter von Michael Ballack.


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