Von Nils Reschke 0
Oscars 2013

„Ziemlich beste Freunde“ wollen jetzt auch den Oscar gewinnen

Die Erfolgskomödie „Ziemlich beste Freunde“ ist jetzt auch für den Oscar vorgeschlagen worden. Als Beitrag zum besten fremdsprachiger Film aus Frankreich hofft die Geschichte um einen Rollstuhlfahrer und seinen Pfleger nun zunächst, von der Academy nominiert zu werden.


Bis zum 24. Februar 2013 ist es noch ein wenig hin. Und doch wirft die kommende Verleihung der Oscars schon ihre Schatten voraus. Denn bis zum 15. Januar 2013 muss sich die Academy auch aus zahlreichen eingegangenen Vorschlägen für fünf fremdsprachige Filme entscheiden, die ins Rennen um den begehrten Goldjungen gehen. Nina Hoss und Ronald Zehrfeld spielten die Hauptrollen in „Barbara“, einem Drama, das in der damaligen DDR spielt. Der Film von Christian Petzold wird – sollte er nominiert werden – starke Konkurrenz bekommen. Denn Frankreich schickt seinen Shootingstar ins Rennen.

Die französische Filmförderanstalt CNC hat jetzt bekannt gegeben, dass „Ziemlich beste Freunde“ der Filmbeitrag sein wird, der den Oscar nach Frankreich holen soll. Das ist keine große Überraschung – wohl aber der Erfolg, den „Intouchables“, wie der Movie im Original heißt, an den Kinokassen erreichte. Und das beileibe nicht nur in Frankreich. Co-Regisseur Eric Toledano ist begeistert: „Jetzt hoffen wir natürlich auch auf eine Nominierung der Oscar-Akademie.“ 19 Millionen Zuschauer, die alleine in Frankreich ins Lichtspielhaus strömten, können eigentlich nicht irren. Dazu kommen nämlich auch noch 23 Millionen Zuschauer im Ausland, davon alleine 8,5 Millionen Kinobesucher alleine in Deutschland.

Mit diesem überraschenden Erfolg hat „Ziemlich beste Freunde“ sogar „Die fabelhafte Welt der Amelie“ übertroffen. Wer hätte das vorher gedacht? „Amelie“ war seinerzeit 2002 in den fünf Kategorien „Bestes Szenenbild“, „Beste Kamera“, „Bester fremdsprachiger Film“, „Bestes Originaldrehbuch“ und „Bester Ton“ nominiert, ging bei der Preisverleihung dann allerdings komplett leer aus. Bleibt also die Frage: Rächen die „Ziemlich besten Freunde“ die französische Amelie und tauchen ein in ihre eigene fabelhafte Welt? Zuzutrauen ist es diesem Film allemal. Alleine gedulden müssen wir uns noch bis zur Entscheidung.


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