Von Kati Pierson 0
Schlagerstars Hautnah

ZDF-Fernsehgarten: Mittendrin statt nur dabei

Wir hätten uns natürlich auch am letzten Sonntag den ZDF-Fernsehgarten entspannt vom heimischen Bett inklusive Laptop auf den Beinen und Kaffee links und Katze rechts anschauen können, aber dieses Mal hatten wir eine total blöde Idee. Welche? Lest selbst!


In der letzten Sendung des ZDF-Fernsehgartens rief die Moderatorin Andrea "Kiwi" Kiewel die Schlagerfans auf sich zu melden und ein Foto von sich im 70er Jahre Look per Mail zu senden. Wozu? Damit sie in diesem Look die VIP-Lounge füllen sollten.

Offenbar hatte das ZDF aber arge Probleme, feierwütige 70er Jahre Hippies ausfindig zu machen, denn unsere Redakteurin bekam ohne Foto und mit der Erklärung, sie sei zu jung für die wilden 70er Jahre - aber ein totaler Schlagerfan - in den Fernsehgarten. Tja, vielleicht hatte man schlicht Mitleid mit soviel Verzweiflung.

Am Sonntag morgen in aller Frühe startete der Schlagertrain von München nach Mainz. Kurz vor 9 Uhr erreichten der Promipool den reservierten Parkplatz und wurde auf die Plätze verwiesen. Mistwetter ist gar kein Ausdruck für das, was da von oben kam. Aber pünktlich fünf Minuten vor 11 Uhr riss der Himmel auf und die Sonne kam heraus.

Pünktlich um 11 Uhr startete Kiwi von der Showtreppe in die Sendung. Aber haben sie eine Ahnung, wie das da wirklich läuft. das ist der pure Wahnsinn. Bis 10 Uhr 30 wurde noch geprobt. Guildo Horn so gar nicht siebziger Like in kurzen braunen Hosen und grauem T-Shirt und mit Basecap. Roberto Blanco, der um 10:45 Uhr dann auch endlich das Bett verlassen hatte, und doch noch zum Proben kam. Chris Roberts, der versuchte auf der nassen und rutschigen Show-Treppe, nicht auszurutschen.

Aber das Witzigste war der Warm-Upper, der das Publikum vorheizte für die Stars. Wir lernten die Handzeichen, die uns die ganze Show über auf Trapp hielten. Das Publikum wurde also voll gefordert, da war nix mit ausruhen und genießen.

Aber was dann live abging war der Hammer. Ein perfekt eingespieltes Team platzierte die Stars schon lange vor dem Auftritt richtig und sorgte so für einen reibungslosen Ablauf. Während Kiwi noch mit den Stars in den Sesseln plauderte, stand hinterm Promipool schon Chris Roberts und wartete darauf, dass er endlich "Du kannst nicht immer 17 sein" schmettern durfte. Aber zum Langweilen blieb keine Zeit, denn die Schlagerfans wollten natürlich Fotos. Was übrigens alle Stars während der Live-Sendung immer und überall mit sich machen ließen.

Die großen Stars des Schlagers für ihre Fans hautnah. Der Warm-Upper, der die ganze Sendung Handzeichen geben wollte, hatte eigentlich am Ende nur eines zu tun: "In Extase zu Jubeln" - den der Lerchenberg feierte auch so seine Stars.


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