Von Mark Read, Maria Anderl 0
Exklusiv-Interview

Yvonne Catterfeld: "Ich kann nicht lange an einem Ort bleiben"

Am 9. Februar ist Yvonne Catterfeld in der Roman-Verfilmung "Cecelia Ahern: Zwischen Himmel und hier" zu sehen. Promipool traf die schwangere Schauspielerin und Sängerin zum Interview und sprach mit ihr über Irland, das Reisen und über GZSZ. Hier Teil eins des zweiteiligen Interviews.

Yvonne Catterfeld Cecelia Ahern Verfilmung

Yvonne Catterfeld spielt in einer Cecelia-Ahern-Verfilmung

(© Getty Images)

Darf ich Sie fragen, wie es Ihnen in Ihrem derzeitigen Zustand geht?
Mir geht es sehr gut. Fabelhaft.

Welcher Aspekt der Figur der „Amelia“ hat Ihnen persönlich am besten gefallen?
Naja ich kann das gar nicht sagen, es war mehr die Entwicklung der Figur, die mich interessiert hat.
Spannend ist doch immer die Frage, wie ein Mensch ab einem bestimmten Moment reagiert, wenn ihm seine bisher geglaubte Sicherheit in Frage und sein bisheriges Leben auf den Kopf gestellt wird - im Falle von Amelia, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde und ihre Mutter kurz daraufhin stirbt. Auf dem Weg nach ihrem Platz im Leben entdeckt sie die Irin in sich, ihre Lebensfreude und eine gewisse Rauhheit. Da es sehr viele emotionale Szenen gab, hab ich mich umso mehr über die lebhaften Szenen als Ausgleich gefreut.

Es sollte also nicht zu traurig werden?
Wir haben sehr auf die Balance geachtet. Cecelias Geschichten machen eine gewisse Leichtigkeit aus, Humor, aber auch ein meist tragisches Ereignis. Ich zum Beispiel mag die Filme am liebsten, bei denen Lachen und Weinen ganz nah beieinander liegen.

Würden Sie sagen, dass es zwischen Ihnen und der Figur Gemeinsamkeiten gibt?
Ach, Gemeinsamkeiten.....darüber mache ich mir auch ehrlich gesagt nicht so viele Gedanken. Ich versuche, die Figur zu treffen, und da ist auch immer ein Teil von mir dabei, weil ich der Figur meinen Körper und alles andere zur Verfügung stelle. Es gibt verschiedene Techniken, emotionale Vorgänge so vorzubereiten, dass sie abrufbar und vor der Kamera wiederholbar sind, da spielt es keine Rolle, was ich für Gemeinsamkeiten habe. Ich muss wissen, was eine bestimmte Emotion in mir auslöst. Für mich können es ganz andere Auslöser sein als bei Amelia. Aber wir tragen ja viele Facetten in uns. Dieses Lebensfrohe, das kenne ich. Ich kenne aber auch das Melancholische, Leichtigkeit und Schwere.  Es ist alles auch Teil von mir.

Wie haben Ihnen die Dreharbeiten speziell in Irland gefallen? Wie finden Sie das Land?
Es war toll, dort zu drehen. In solchen Momenten bin ich einfach dankbar, dass Arbeit so angenehm sein kann. Und wenn man obendrein noch viel Spaß am Set hat, erinnert man sich noch umso lieber daran. Vor allem mit den Iren hatten wir viel Spaß. Durch Dreharbeiten kommt man in direkten Kontakt mit dem Land. Wenn man mit dem Partner reist, sowieso mit einem Mann, kommt man seltener in Gespräche. Das Land an sich ist natürlich auch sehr reizvoll für filmische Bilder.  Ich habe dort viel gesehen, mich reizen jedoch dann wieder neue Länder.

Was wäre das nächste Land, in das Sie gerne reisen würden?
Oh, ich war schon so viel unterwegs. Ich mag es vor allem, herumzureisen, ich kann nicht lange an einem Ort bleiben. Es würde mich langweilen, einen puren Strandurlaub zu buchen, ich brauche Vielseitigkeit. Costa Rica hat mich deswegen sehr beeindruckt, da würde ich zum Beispiel sofort noch einmal hinreisen. Ich würde gerne für eine Rundreise nach Amerika und Kanada. Auch Australien und Neuseeland kenne ich noch nicht.

Würden Sie richtig backpacken gehen, mit Rucksack und allem?
Das würde ich auch machen, aber ich finde es auch in Ordnung, sich ein paar gemütliche Hütten zu suchen oder auch ab und zu ein Hotel zu buchen, wo man dann alle zwei, drei Tage eine gemütliche Unterkunft bekommt. Beim Backpacken ist das Problem, dass es sehr stressig werden kann, vor Ort erst nach Unterkünften zu suchen. Es kommt auf das Land an. In manchen Ländern ist das einfacher, in manchen Ländern ist es aber besser, vorher zu buchen. Mittlerweile ist das sogar in Thailand so.

Also reisen Sie, um Fremdes kennenzulernen?
Ja, um viele verschiedene Dinge kennenzulernen. Ich finde es total schade, in ein Land zu kommen und dann nur am Strand zu sitzen.

Teil zwei des Interviews erscheint am 09. Februar. Darin spricht Catterfeld unter anderen über ihre angebliche "GZSZ"-Rückkehr

Das Interview führte Maria Anderl


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