Von Sabine Podeszwa 0
Musikkolumne

Yoko Ono - Und die ewige Schuld an der Trennung der Beatles

Die Trennung der Beatles wird oftmals direkt mit Yoko Ono in Verbindung gebracht. Besonders mit Paul McCartney wird der Witwe von John Lennon immer eine schwierige Beziehung nachgesagt. Dieser überrascht nun in einem Interview und spricht sie von jeglicher Schuld frei - 42 Jahre nach der Trennung der Beatles.


Es ist nun schon eine Weile her, dass die Beatles sich trennten. Als John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr und George Harrison 1970 beschlossen getrennte Wege zu gehen, deuteten viele Finger auf John Lennons damalige Lebensgefährtin Yoko Ono. Ihr wurde damals die Schuld am Zerbrechen der Band zugeschrieben. Und auch heute noch wird die mittlerweile 70-jährige Japanerin direkt mit dem Ende der Band in Verbindung gebracht. Ob gerechtfertigt oder nicht, sei einfach mal dahingestellt.

Nichtsdestotrotz überrascht es ein wenig, dass Sir Paul McCartney nun in einem Interview Yoko Ono, auf gut Deutsch gesagt, die Absolution erteilt. „Sie hat die Gruppe nicht auseinanderbrechen lassen. Sie trifft keine Schuld“ sagt er 42 Jahre nach der Trennung, laut BBC. John hätte die Band eh verlassen wollen und die Schuld für das Auseinanderbrechen hätten die Mitglieder sich selbst zuzuschreiben. Zudem wären Songs wie z. B. „Imagine“ nie ohne Yoko Ono entstanden. Wo er Recht hat, hat er Recht, der gute Paul. Und abgesehen davon, kann man den Lauf der Dinge sowieso nicht aufhalten.

Fakt ist, dass Yoko Ono John Lennon offenbar dermaßen inspirierte und beflügelte, dass er sich auch anderen Musikformen zuwendete, die eher experimenteller Natur waren. Beatles-Fans reagierten darauf eher irritiert als begeistert. Des Weiteren nahm das Paar sich der Erhaltung des Weltfriedens an und betätigte sich künstlerisch. Als John Lennon und Yoko Ono 1969 heirateten, verbrachten sie ihre Flitterwochen eine Woche lang im Bett und gaben Interviews, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Dieses eher außergewöhnliche Statement wurde als „Bed-In“ bekannt und blieb den Leuten im Gedächtnis. Auch heute noch, 43 Jahre später, werden wir in Verbindung mit John Lennons und Yoko Onos Namen immer wieder mit Aufnahmen und Fotos aus besagtem „Bed-In“ konfrontiert. Während John Lennon mit Yoko Ono offenbar seine Erfüllung fand, entfernte er sich immer mehr von Band. Nur wenige Tage vor Veröffentlichung des letzten Beatles-Album „Abbey Road“, teilte er 1969 seinen Ausstieg mit. Im Jahr drauf verkünde Paul McCartney schließlich das Ende der Beatles.

 


Teilen:
Geh auf die Seite von: