Von Lisa Winder 0
Umstrittener Song

Xavas weisen Vorwürfe zurück

Viel Wirbel um den Xavas Song "Wo sind". Den Künstlern wird vorgeworfen, dass der Song ein Aufruf zur schweren Körperverletzung, zum Totschlag und Volksverhetzung und würde Kindesmissbrauch mit Homosexualität gleichsetzen. Xavier Naidoo und Kool Savas nehmen nun in einem offenen Brief Stellung zu dem Vorwurf.


Erst gestern gab die Berliner Zeitung bekannt, dass die Linksjugend Xavier Naidoo und Kool Savas wegen des Aufrufs zur schweren Körperverletzung, zum Totschlag und zur Volksverhetzung angezeigt hat.

Heute nehmen die Musiker auf der Homepage des Projektes, in einem offenen Brief Stellung zu dem Vorwurf. Der Rapper Kool Savas erklärt darin : "Ich möchte klar stellen, dass es nie die Absicht unseres Liedes war, Homosexualität und Pädophilie gleichzusetzen oder zur Gewalt gegen Menschen aufzurufen."

Weiters möchte Savas die künsterlischen Aspekte des Songs klarstellen,:"Was künstlerisch versucht wurde, war es, die Verzweiflung und die Wut zum Ausdruck zu bringen, die ein Mensch genau in der Sekunde empfindet, in der er erfährt, dass ein Kind missbraucht wurde. Ich hoffe, dass wir mit dieser Erklärung alle Bedenken und Fehlinterpretationen unseres Liedes ausräumen konnten".

Heftige Kritik lösten im Liedtext folgende Sätze aus: "Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten." "Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?".

Xavier Naidoo wehrt sich gegen die Vorwürfe und erklärt:"Natürlich gilt der Ruf im Refrain unter anderem unseren aktuellen Führern, Politikern und Verantwortlichen in Medien, Polizei, Verfassungs- und sogar Staatsschutz. Es ist mir unverständlich, wie man das falsch interpretieren kann. Ich hoffe, dass nun das nötige Licht auf diese furchtbaren Verbrechen gelenkt wird, zum Schutz der Betroffenen und der Kinder, denen dies widerfährt und widerfahren ist".

Die beiden Künstler wollen mit dem Song auf ein Thema aufmerksam machen, dass von der Gesellschaft totgeschwiegen wird. Sie sprechen Dinge an, die ein absolutes Tabu-Thema sind. Laut der "Bild"-Zeitung twitterte Kool Savas:„Die Linksjugend hat einfach mal alles aus dem Zusammenhang gerissen, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen".

Auf der Facebook-Seite von Xavas könnt ihr euch die Stellungsnahme der Künstler durchlesen.


Teilen:
Geh auf die Seite von: