Von Nils Reschke 0
Kino-Highlights im September

Woody Allen geht in Rom spazieren und Bourne langweilt eher

Sie sind die Helden der Leinwand. Ob knallharte Actionfilme und spannende Thriller oder rührselige Romanzen und irrwitzige Komödien: Auch der September 2012 hält wieder eine Menge Movies und Blockbuster bereit, um sich bei Popcorn unterhaltsame Stunden zu gönnen. Promipool.de hat für euch die Höhepunkte zusammengefasst, die es im September im Kino zu bestaunen gibt.


Fangen wir ausnahmsweise schon mit dem 30. August an, denn Donnerstag ist bekanntlich auch Kinotag. Und der hält an diesem Datum einen neuen, den mittlerweile 43. Film von Regisseur Woody bereit. „To Rome with Love“ ist eine Hommage an die Ewige Stadt, nachdem sich Woody Allen ja auch schon anderen Hauptstädten wie Paris, Barclona und natürlich London gewidmet hat. Jetzt also Rom, wo Schauspieler wie Jesse Eisenberg, Alec Baldwin, die bezaubernde Penelope Cruz oder auch Ellen Page verschiedene kleinere Episoden erzählen, allerdings ohne gemeinsame Berührungspunkte, wie es ja bei dieser Art Film sonst gerne üblich ist. Das ändert aber nichts daran, dass Woody Allen die kleinen Geschichten derart amüsant erzählt, dass man am liebsten direkt das Reisebüro aufsuchen möchte, um seine nächste Rom-Reise zu buchen.

Nichts für schwache Nerven ist indes der Horrorstreifen „The Cabin in the Woods“, der es mit einer Verspätung von sage und schreibe drei Jahren am 6. September endlich anläuft. Und was soll man sagen: Das Warten hat sich gelohnt. Die Kritiker überschlagen sich mit Lob für diesen Schocker, der in vielfältiger Weise angenehm zu überraschen weiß. Nur der Platz im Kinosessel ist für 95 Minuten Grusel alles andere als angenehm. Zu viel sei an dieser Stelle nicht verraten, um nicht unnötig Spannung vorwegzunehmen. Fünf Freunde (ohne Timmy, dem Hund) wollen ein Wochenende in einer Waldhütte verbringen. Und dann beginnt der Albtraum. Hört sich nicht sonderlich originell an, ist es aber. In seinem Debüt schafft es Drew Goddard, den ewigen Klischees der Horrorfilme neue „Eleganz“ zu verleihen, wenn man es denn so nennen mag.

Am 13. September ist dann die Zeit für James Bourne angebrochen – doch leider entpuppt sich „Das Bourne Vermächtnis“ als schwächste Fortsetzung der ansonsten sehr erfolgreichen Reihe. Jeremy Renner übernimmt dabei den Part von Matt Damon und sieht sich trotz aller schauspielerischen Qualitäten, die Renner aufblitzen lässt, einem hoffnungslosen Unterfangen gegenüber: die Story ist einfach recht simpel gestrickt. Das Problem eben von vielen Fortsetzungen bekannter Blockbuster. Da macht auch die Geschichte im CIA-Agent Aaron Cross keine Ausnahme. Mit Edward Norton und Rachel Weisz sehr gut besetzt, hätte „Das Bourne Vermächtnis“ mehr verdient gehabt.

Widmen wir uns also schnell einem Film, der ab dem 13. September in die Kinos kommt und sich wirklich lohnt: das Stasi-Drama „Wir wollten aufs Meer“ mit August Diehl und Alexander Fehling in den Hauptrollen. Die Geschichte spielt in Rostock in den 80er Jahren. Conny (Fehling) und Andreas (Diehl) sind Hafenarbeiter und haben einen großen Traum: ein einziges Mal zur See fahren. Die Stasi in der DDR schiebt dem Ganzen natürlich einen Riegel vor, es sei denn die beiden Freunde lassen sich auf einen Deal ein: Sie sollen spionieren. Der eine weigert sich und landet deswegen selbst im Knast. Der andere sagt zu – hätte er es besser nicht getan. Ein packendes Drama und Versteckspiel bis ganz zum Schluss. Absolut empfehlenswert!

Und was läuft sonst noch? Am 20. September erwartet uns der fünfte Teil von „Resident Evil“ mit dem Untertitel „Retribution“, wo Hauptdarstellerin Milla Jovovich wieder ihr Unwesen treiben darf. Zu einem dritten Teil hat es auch „Gregs Tagebuch“ geschafft. „Ich war´s nicht“ verspricht darin Greg Heffley alias Zachary Gordon. Viel Gefühl verspricht stattdessen das französische Drama „Liebe“, in dem die pensionierten Musiklehrer Georges (Jean-Louis Trintignant) und Anne (Emmanuelle Riva) trotz des hohen Alters ein unbeschwertes, glückliches Leben führen, bis Anne einen Schlaganfall erleidet und der Georges der Situation immer hilfloser gegenübersteht.


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