Von Nils Reschke 0
Absolute Mehrheit

Wolfgang Kubicki gewinnt die Premiere bei Stefan Raabs neuem Polit-Talk

Wolfgang Kubicki hatte das Konzept der Sendung verstanden. Während seine Mitredner meist nicht mit der Zeit auskamen und so immer wieder in ihren Thesen unterbrochen werden mussten, brachte Kubicki seine Argumente auf den Punkt – und gewann am Ende die erste Ausgabe von „Absolute Mehrheit“.


Absolute Mehrheit“ heißt die neue Show von Stefan Raab, die den interessanten Untertitel trägt: „Meinung muss sich wieder holen“. Am Sonntagabend feierte der Polit-Talk auf Pro Sieben seine Premiere. Fünf Gäste diskutierten dabei über drei Themen, die Zuschauer wählten währenddessen die Person, die sie mit Argumenten am meisten überzeugte. Der schwächste Teilnehmer flog aus dem Voting heraus, durfte aber anschließend weiter mitreden. Ziel dieser Talkrunde: Erkämpft sich einer der Gäste eine absolute Mehrheit beim Publikum, also 50 Prozent oder mehr, so werden ihm eine Gewinnsumme von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Wolfgang Kubicki, der Fraktionsvorsitzende der FDP in Schleswig-Holsteinischen Landtag, gewann den ersten Talk mit Stefan Raab, aber eben nicht mit einer „Absoluten Mehrheit“. 42 Prozent der Zuschauer riefen für Kubicki an und waren der Meinung, der FDP-Politiker habe die besten Argumente geliefert. Für Dr. Michael Fuchs, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU, war hingegen schon nach der ersten Diskussionsrunde Schluss. Außerdem waren als Gäste noch Thomas Oppermann von der SPD, Jan van Aken, stellvertretender Parteivorsitzender der Linken sowie die Unternehmerin Verena Delius, die nach Runde zwei die Segel streichen musste, zu Gast.

Als Themen hatten die Macher des neuen Polit-Talks Steuergerechtigkeit, Energiewende und Soziale Netzwerke im Internet ausgewählt. Das war gut gemeint, doch aufgrund der doch recht kurzen Sendezeit wurden die Themen bestenfalls nur angerissen. Besser wäre es gewesen, eine Oberthematik zu wählen und diese dann in drei Teilaspekten zu besprechen. So wäre unter Umständen etwas mehr Tiefe bei der Diskussionsrunde entstanden, die „Absolute Mehrheit“ auf jeden Fall fehlte. Wolfgang Kubicki jedenfalls gewann den Auftakt. Ob das nun daran lag, dass er so gut argumentierte, oder einfach, weil er der bekannteste Politiker der Runde war, lassen wir mal dahingestellt.


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