Von Mark Read 0
Exklusiv-Interview

Wolfgang Bahro liebt die Rolle des "Jo Gerner" noch immer

Bei "GZSZ" spielt Wolfgang Bahro seit über 20 Jahren die Rolle des Fieslings "Jo" Gerner. Wir trafen Bahro zum Interview und sprachen mit ihm nicht nur über seine persönlichen "GZSZ"-Erinnerungen, sondern auch über den Internet-Crowdfunding-Film "DAYMAY", an dem er mitwirkt. Hier Teil zwei des zweiteiligen Gesprächs.

Wolfgang Bahro wusste lange Zeit nichts über das Serien-Aus seiner Kollegen

Wolfgang Bahro aka Jo Gerner

(© Getty Images)

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Hier geht es zurück zu Teil eins des Interviews

Bei „GZSZ“ sind Sie der Schauspieler, der am längsten dabei ist und feierten letztes Jahr Ihr 20. Jubiläum. Macht Ihnen die Rolle des "Jo Gerner" immer noch so viel Spaß wie am Anfang?

Ein ganz klares „Ja“! Gerade weil sich Gerner immer wieder verändert. Eine Zeitlang war er nun eher weichgespült, aber es wird auch wieder eine Phase geben, in der Gerner zu alter Boshaftigkeit aufläuft. Mal geht es für ihn hoch, mal wieder runter – eben „Gute Zeiten“ und „Schlechte Zeiten“. Genau das macht die Rolle so interessant. Demnächst kriegt Gerner ja eine junge Geliebte, das wird eine ganz tolle Story. Auch die neue Kollegin Lea Marlen Woitack ist eine tolle Schauspielerin, und mit ihr zu Drehen macht sehr viel Spaß.

Hat sich generell das Arbeiten bei „GZSZ“ im Laufe der letzten 20 Jahre verändert?

Oh ja, definitiv. Anfangs wackelten noch die Kulissen, wenn man die Tür zugemacht hat. Und heute arbeiten wir mit High-Tech und in einem tollen Studio mit zwei Ebenen. Das ist in Europa sehr ungewöhnlich. Auch personell hat sich einiges verändert. Anfangs mussten die Schauspieler öfter mit Models arbeiten. Da wurden wunderschöne Menschen eingesetzt, die aber relativ talentfrei waren. Heute werden nur noch richtige Schauspieler engagiert, und das schlägt sich auch in der Qualität nieder. „GZSZ“ hat sich in diesen 20 Jahren immer wieder selbst hinterfragt, und daher ist die Serie auch heute noch so erfolgreich.

Sie haben viele Kollegen kommen und gehen sehen. Gibt es Ex-Kollegen, die Sie gerne wieder in der Serie sehen würden?

In erster Linie vermisse ich die „alten Haudegen“, mit denen ich damals angefangen habe. Frank-Thomas Mende zum Beispiel, der den „Clemens Richter“ gespielt hat, oder Hans Christiani oder Lisa Riecken. Die haben mich damals in Empfang genommen und in die Soap-Welt eingeführt. Frank-Thomas war immer ein treuer und lieber Freund, den ich leider nur noch ab und zu treffe. Es wäre schön, wenn er und die anderen mal wieder kommen würden.

Passiert es manchmal, dass die Menschen Ihre TV-Rolle mit Ihrer Person im echten Leben verwechseln?
Das passiert mir fast täglich! Interessanterweise habe ich das sogar schon einmal bei der Polizei erlebt.

Was genau ist da passiert?

Ich kam in eine Polizeikontrolle, wo festgestellt wurde, dass mein Rücklicht am Auto nicht geht. Und der Polizist sagte: ‘Aber Herr Dr. Gerner, Sie als Jurist müssten doch eigentlich wissen, dass das nicht erlaubt ist!‘. Der war so lange der Überzeugung, dass ich wirklich Jurist bin, bis er meinen Ausweis gesehen hat (lacht).

Sie sind ja nicht nur TV- und Theaterschauspieler, sondern führen auch mal Regie oder stehen als Kabarettist auf der Bühne. Gibt es ein Projekt, das Sie unbedingt noch verwirklichen wollen, aber bisher noch keine Gelegenheit dazu hatten?

Ich würde gerne mal in einer richtigen Komödie mitspielen. Wie gesagt komme ich eigentlich vom politischen Kabarett und stehe oft als Kabarettist auf der Bühne. Da merke ich immer wieder, dass es mir wahnsinnig viel Spaß macht, die Leute zum Lachen zu bringen. Das würde ich sehr gerne mal im Film machen.

Herr Bahro, wir bedanken uns herzlich für das Interview und wünschen Ihnen alles Gute für den Erfolg des "DAYMAY"-Projekts.

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