Von Nils Reschke 0
VfL Wolfsburg

Wölfe angeln sich Manager Klaus Allofs von Werder Bremen

Zuletzt war den Wölfen in der Fußball-Bundesliga eher zum Heulen zumute. Denn der VfL Wolfsburg, der mit großen Ambitionen in die neue Saison gestartet war, um endlich in den Europapokal einzuziehen, stürzte bis auf einen Abstiegsplatz ab. Felix Magath, Trainer und Manager in Personalunion wurde vor die Tür gesetzt, Lorenz-Günther Köstner übernahm vorerst den Trainerjob in Wolfsburg. Jetzt deutet alles darauf hin, dass die Wölfe in Sachen Umbruch den nächsten Coup gelandet haben.


Klaus Allofs, Manager von Werder Bremen, wird beim VfL Wolfsburg anheuern und soll die Wölfe endlich fürs internationale Geschäft rüsten. Und zwar sogar schon ab der Winterpause! Das jedenfalls berichtet der Online-Auftritt der "Welt". Es wäre der Kracher schlechthin, noch ehe der Transfermarkt für Spieler überhaupt wiedereröffnet wurde. In der beschaulichen Hansestadt Bremen würde diese Personalie dafür sicherlich für ein mittelschweres Erdbeben rund ums Weser-Stadion sorgen. Klaus Allofs, der kongeniale Partner von Coach Thomas Schaaf in der niedersächsischen Provinz. Nicht weniger Bremer Fans stellen sich schon jetzt die Frage: Was will er da?

Nun, nüchtern betrachtet würde Klaus Allofs in Wolfsburg ganz andere finanzielle Möglichkeiten vorfinden. Bei Werder musste und muss er immer wieder sparen. Erst recht jetzt, da die Bremer nicht mehr erfolgreich in der Champions League vertreten sind. Da jagt eine Sparmaßname die nächste. Millionenverträge wie beispielsweise mit Tim Wiese oder Claudio Pizarro konnten nicht verlängert werden. Ein Ausnahmefußballer wie Kevin de Bruyne vom FC Chelsea konnte man nur ausleihen und schon jetzt steht fest: Für Bremen bleibt der belgische Youngster unbezahlbar. Da sieht die Transferwelt in Wolfsburg, wo Felix Magath jedes halbe Jahr ausgiebig auf Einkaufstour ging, schon ganz anders aus.

Auf der Mitgliederversammlung hatte der Geschäftsführer Klaus Allofs gerade eben erst einen Verlust von 13,9 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr verkündet. Kein Grund zur Panik, schließlich hat man an der Weser wirtschaftlich vernünftig agiert und ohne die Einnahmen aus dem Europacup schon längst entsprechende Sparmaßnahmen vorgenommen. Aber den Gürtel müssen sie im Weser-Stadion immer enger schnallen. Nicht wenige Transfers, wie sie viele Vereine tätigen, sind für Werder undenkbar. Vielleicht hat sich Klaus Allofs da gesagt: Ich möchte auch einmal Geld in die Hand nehmen und zeigen, dass ich es als Manager drauf habe. Werder in Bremen noch in Wolfsburg wollte man den Bericht der Welt bisher bestätigen. Aber: Vieles deutet auf einen Abschied hin von Klaus Allofs.


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