Von Mark Read 0

WM Fanmeile in Berlin: Bushido wird ausgepfiffen


Berlin ist sein Zuhause - seine Straße, sein Ghetto, sein Block, wie es im Songtext vieler deutscher Rapper heißt. Bushido ist Berliner und trägt sein Herz oft ... wer weiß wo, seinen Texten nach zu urteilen, vielleicht nur bedingt am rechten Fleck. Scheinen auch die Fußball Fans der Fanmeile in Berlin so zu sehen, die am Samstag eigentlich nur Deutschlands Sieg über Argentinien feiern wollten. Bushido gab sich die Ehre und trällerte seinen WM-Song "Fackeln im Wind". Also, er versuchte es. Die Fußballfans wollten es nicht hören - und pfiffen und buhten ihn aus.

Nun hat man als Berliner im Allgemeinen und als Berliner Skandalrapper im Besonderen wohl ein recht hohes Selbstbewusstsein. Wenn aber eine Fangemeinde, die größentechnisch Ihresgleichen sucht, auf einen allein auf der Bühne stehenden Bushido buht, dürfte es selbst für einen bösen Buben aus der Hauptstadt brenzlich werden. Aber mal im Ernst: Will irgendwer in Fußballstimmung, angeheitert mit einigen Pils in praller Sonne, wirklich Rap hören?

In absoluter Feierlaune kommen Grönemeyer mit "Zeit, dass sich was dreht", die Sportfreunde Stiller mit "54, 74, 90, 2010" oder auch die Revolverhelden mit ihrem EM-Song "Helden 2008" doch wirklich besser als fackelige Winde. Oder windige Fackeln. In "Popo-Wackel-Stimmung" mit blauem Himmel, viel nackter Haut und einem Gemeinschaftsgefühl, was an das Sommermärchen denken lässt, mit dem ein Hauch Siegessicherheit mitschwingt, kommt lockere Musik mit gutem Beat einfach besser. Bushido: Wir sehen dich, wenn die Stimmung zu deinen Songs passt.


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