Von Nils Reschke 0
Doktor Eisenfaust

Wladimir Klitschko schlägt in Runde sechs Tony Thompson nieder

Dieser Mann ist einfach nicht zu stoppen. Und alle Welt fragt sich jetzt: Ist Wladimir Kltischko überhaupt zu besiegen? Passenderweise läuft als Song beim Einmarsch ja „Can't Stop“ von den Red Hot Chili Peppers. Tony Thompson hatte es sogar ein zweite Mal versucht – ohne Erfolg.


Die Stätte, an der Wladimir Klitscho sich aufmachte, seinen 58. Sieg im 61. Profi-Kampf im Schwergewicht einzufahren, hatte Historisches zu bieten. „Doktor Eisenfaust“ hatte ins Stade de Suisse in Bern gebeten, jenem Platz, wo Deutschlands Fußballer einst in einem legendären WM-Endspiel die als unschlagbar geltenden Ungarn 1954 mit 3:2 geschlagen hatten. Unbesiegbar scheint auch Klitschko zu bleiben. In der sechsten Runde war alles vorbei für den US-Amerikaner Tony Thompson, für den es die dritte Niederlage im 39. Kampf gewesen war.  Die letzte Niederlage von Klitschko ist lange her: 2004 unterlag er Lamon Brewster, dieses Mal hatte der „Steelhammer“ alles unter Kontrolle und war jederzeit buchstäblich im Ring.

Gegner Tony Thompson war nicht nur mit seiner gesamten Familie – der US-Amerikaner hat sieben Kinder – nach Deutschland gereist, sondern auch mit dem Vorhaben, Box-Geschichte zu schreiben. Denn 40 Lenze zählt Thompson mittlerweile. Hätte er Klitschko in Bern bezwungen, er wäre damit der älteste Weltmeister im Schwergewicht gewesen. Doch so weit ließ es sein Gegenüber Wladimir Klitschko erst gar nicht kommen. Der Ukrainer, Titelträger der Verbände IBF, WBA und WBO hatte zwar hier und da seine Mühen, war anschließend auch nicht vollauf zufrieden mit seinem Kampf – aber er dominierte. Folgerichtig schickte er Thompson dann in Runde sechs auf die Bretter.

Für Tony Thompson war es bereits der zweite Versuch, Doktor Eisenfaust in die Knie zu zwingen. 2008 hatte er sich daran bereits versucht, damals hielt er aber bis Runde elf durch. Später behauptete der US-Amerikaner, eine Knieverletzung habe den Triumph gegen Wladimir Klitschko verhindert. Thompson, der 2003 schon Sparringspartner des Ukrainers war, zeigte dieses Mal in Bern zu viel Ehrfurcht. „Du musst mehr tun“, schallte es immer wieder aus seiner Ecke, während Klitschko geduldig die Lücke suchte. Die fand er dann schließlich noch in der sechsten Runde und resümierte: „Er war nicht leicht zu boxen und hat alles versucht.“ Doch das war nicht genug für Thompson, um Doktor Eisenfaust zu besiegen.


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