Von Nils Reschke 0
Ring frei in Hamburg

Wladimir Klitschko kann über „Scherzkeks“ Mariusz Wach nur müde lächeln

Vor seinem 22. WM-Kampf wählt Waldimir Klitschko weise Worte: Er trage große Verantwortung. „Für meine Familie, für meinen verstorbenen Trainer Emanuel Steward, für die fünf Titel, die ich zu verteidigen habe“, sagt der Champion vor dem Fight gegen den Polen Mariusz Wach. „Und natürlich auch für mich selbst, dass ich unbeschadet aus dem Ring komme.“


Am Samstag heißt es wieder für alle Box-Fans: „Let's get ready to ruuuuumble!“ Den Weltmeister Wladimir Klitschko steigt dann gegen den Polen Mariusz Wach in den Ring, um seinen Titel im Schwergewicht erfolgreich zu verteidigen. Der Kampf aus der O2 World in Hamburg wird von RTL am Samstagabend ab 22.45 Uhr übertragen. Bis dahin muss sich Wladimir Klitschko wohl noch so manchen kessen Spruch oder Scherz seines Kontrahenten aushalten. Denn der Pole, der bislang noch in seinen Kämpfen unbesiegt ist, ist offenbar ein richtiger Scherzkeks und kein Kind von Traurigkeit.

Beim offiziellen Training, das öffentlich in einem Hamburger Autohaus veranstaltet wurde, schlug Mariusz Wach eifrig auf die Trainingshandschuhe seines Trainers Juan DeLeon ein. So weit, so gut. Doch zu sehen waren auf diesen sogenannten Pratzen das Gesicht von Wladimir Klitschko. Da musste selbst der amtierende Weltmeister aus der Ukraine schmunzeln und kommentierte diesen „Kindergarten“ wie folgt: Man solle es einfach mit Humor werden, denn „am Samstag wird es dann nicht mehr witzig werden“, versprach der Box-Champion. „Ich freue mich auf die Herausforderung. Mariusz Wach ist motiviert und hat angekündigt, mich K.o. zu schlagen“, berichtet Wladimir Klitschko. Aber damit wäre Wach ja nicht der erste seines Fachs, der solch tollkühne Behauptungen im Vorfeld eines WM-Kampfes getroffen hat.

Emotional wird dieser Fight in der O2 World gewiss werden. Erst kürzlich verstarb der Klitschko-Trainer Emanuel Steward. Auch für ihn will Wladimir Klitschko natürlich siegen und wird dieses Mal von einem ganzen Trainerteam unterstützt. Dass es anschließend noch einmal mit einer Zusammenarbeit mit Trainerlegende Fritz Sdunek kommen könnte, schloss Klitschko zumindest nicht aus: „Jeder weiß, dass wir gut befreundet sind. An Spekulationen beteilige ich mich aber nicht.“ Sollte er auch nicht, sondern sich vielmehr auf seinen WM-Kampf gegen Mariusz Wach konzentrieren – ganz gleich, wie viele Späße dem noch einfallen.


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