Von Stephanie Neuberger 2
Wie weit darf die Presse gehen

William und Kate und die ewige Frage der Privatsphäre

Nur Monate nachdem bereits Bilder von Kate und William aus einem Urlaub veröffentlicht wurde, kommen nun neue Fotos des Paares, erneut im Urlaub ohne ihr wissen gemacht, in die Magazine. Ist auch diesmal ihre Privatsphäre verletzt worden oder liegt der Fall diesmal anders. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.


Als ich las, dass erneut Urlaubsbilder von Catherine und William vom „Chi“ Magazin veröffentlicht wurden, war ich zuerst doch sehr überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass es ein Magazin noch einmal wagt, Bilder des Paares, die in einem privaten Umfeld entstanden sind, zu veröffentlichen. Diesmal zeigen die Fotos Kate im Bikini und präsentieren damit auch einen Blick auf den kleinen Babybauch. Wieder ging die Diskussion um die Verletzung der Privatsphäre los. Und ich hätte auch sofort gesagt, dass es erneut eine Verletzung ist, aber bei genauerer Überlegung liegt der Fall diesmal etwas anders.

Kate und William waren an einem öffentlichen Strand und nicht wie damals in Frankreich in einem privaten Anwesen. Sie sind nun einmal Personen des öffentlichen Lebens. Überall auf der Welt werden Stars bei ihrem Urlaub abgelichtet, wenn sie sich am Strand aufhalten. Wieso sollte dies bei William und Kate anders sein?

Aber die beiden sind nicht das einzige Royal-Paar, das im Urlaub fotografiert wurde. Mette-Marit und Haakon reichten ebenfalls Klage ein, nachdem Urlaubsbilder von ihnen veröffentlicht wurden. Doch ich frage mich, ob für die Königsfamilien wirklich andere Regeln gelten als für andere Celebrities? Früher war dies vielleicht anders, aber mittlerweile sind die Royals echte Berühmtheiten, die ebenso begehrt wie Schauspieler und Sängern sind.

Das Ansehen der königlichen Familien hat sich in der Öffentlichkeit geändert. Gerade die junge Generation mit Victoria, Daniel, Madeleine, William und Kate sind für viele genauso wenn nicht sogar interessanter als Hollywood-Star. Die Übereinkunft, die viele Königshäuser in einer Art stillem Abkommen mit der Presse getroffen haben, ist offenbar hinfällig. Früher hat sich die Presse zurückgehalten und zum Beispiel nur Fotos veröffentlicht, die bei Fototerminen entstanden sind. Doch diese Zeiten sind offenbar nun vorbei.

Royals müssen ihre Position in der Öffentlichkeit neu überdenken. Sie sind nicht mehr nur Adlige, sondern Stars.

Sicherlich hat jeder das Recht auf Privatsphäre, ob Hollywood-Star oder Royal. Aber sie können nicht mehr davon ausgehen, dass sie einfach unbehelligt an einen öffentlichen Strand gehen können. Dafür ist das öffentliche und mediale Interesse an Kate und William zu groß. Ob es richtig oder vertretbar war, die Bikini-Bilder von Kate zu veröffentlichen, ist natürlich eine Gewissensfrage und sicherlich genug Stoff für Diskussionen. Aber diese Diskussion könnte man auch bei jedem Stars entfachen.

Klar ist, dass sich Kate und William aber auch die anderen königlichen Häupter wie Mette-Marit und Haakon gewiss sein müssen, dass ihr Leben aufgrund des öffentlichen Interesses ständig von Fotografen begleitet wird. Denn Bilder von ihnen bringen viel Geld und dies wird immer ein Grund sein, die Grenzen der Privatsphäre zu übertreten.


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