Von Steffen Trunk 0
Sarah Knappik im Exklusiv-Interview

"Wild Girl" Sarah Knappik: „Ich war nicht geil darauf, berühmt zu werden“

Viele kennen Sarah Knappik (26) noch aus Zeiten von "GNTM", wo sie einen hervorragenden achten Platz belegte. Nach dem Dschungelcamp nimmt sie nun bei "Wild Girls" teil und kämpft sich durch die Wüste Namibias. Wen sie dort gar nicht leiden kann, was sie über Gina Lisa und die Versöhnung mit Jay Khan sagt, erfahrt ihr in unserem Interview.


Promipool: Sarah, du bist wieder aus der Wüste Namibias zurück. Welche positiven Erfahrungen hast du mitgebracht?

Sarah Knappik: Die Zeit in Afrika war eine sehr stressige Zeit, in der ich aber eine Menge über mich selbst und die Psyche anderer Menschen kennenlernen konnte. Vor allem konnte ich so viele Eindrücke und einmalige Momente dort wahrnehmen, die ich heute noch in meinem Herzen trage.

Ich gehe nun viel bewusster und mit offenen Augen durch die Welt. Bei den Dreharbeiten war der Adrenalinspiegel so hoch, dass man vieles erst wieder in Deutschland bemerkt und wieder schätzt. Das Zusammensein in einer Gruppe ohne Kommunikationsmittel und vor allem das Genießen eines konkreten Momentes habe ich in Namibia als positive Aspekte mitgenommen.

Promipool: Mit den anderen „Wild Girls“ hast du dich nicht immer gut verstanden. Mit wem kamst du am wenigsten klar?

Sarah Knappik: Ich bin eine Person, die andere zuerst einmal genau kennenlernen möchte, bevor ich mir ein persönliches Urteil erlauben will. Aber Jordan Carver hat mich schon sehr enttäuscht. Man kann sich streiten und diskutieren, aber man äußert einfach keine Beleidigungen. Jordan hat zum Beispiel zu Sara Kulka gesagt, dass sie fett und kein richtiges Model sei.

Solche blöden Äußerungen heiße ich absolut nicht gut und da bin ich auch aus meiner Haut gefahren. Man hat eben auch eine Vorbildfunktion, der man sich bewusst sein sollte. Ebenso hat Jordan mir unterstellt, ich sei zu sensibel! Ich finde, es gibt kein „zu sensibel“, weil sensible Menschen Taktgefühl haben und feinfühliger als andere sind. Neben Jordan fand ich auch Senna sehr egozentrisch, da sie die süße Ingrid komplett niedergemacht hat. Man greift einfach keine schwächeren Menschen an; das ist ungerecht und dagegen kämpfe ich!

Promipool: Nach „GNTM“ hast du beim Dschungelcamp teilgenommen und warst jetzt bei „Wild Girls“. Was kannst du über deiner Erfahrungen im Showbusiness sagen?

Sarah Knappik: Man darf sich nicht unterkriegen lassen und man muss an seine eigene Träume glauben. Man kann einfach alles erreichen, wenn man auf sein Herz und seinen Bauch hört. Ich habe beispielsweise so viele Projekte abgelehnt, weil ich diese nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte. Man sollte so sein wie man tatsächlich ist. Ich halte mich für einen Philosophen der heutigen Zeit. Meine Zweideutigkeiten und meine Sprüche kann nicht jeder verstehen, aber das möchte ich auch nicht. Es ist einfach so, dass Philosophen aussterben.

Bei mir fing alles 2007 mit „GNTM“ an: Meine Mama hat mich dort angemeldet und durch Heidi Klum bekam ich endlich mehr Selbstbewusstsein. Ich bin Heidi sehr dankbar, dass sie Talente in mir entdeckt hatte, die nicht einmal ich kannte. Die „GNTM“-Zeit war sehr stressig, aber auch entspannend, da ich nicht geil darauf war, berühmt zu werden. Ich wollte einfach schauen wie weit ich komme.

Promipool: Vor Jahren warst du mit Gina Lisa sehr eng befreundet, und ihr seid ein Dream-Team gewesen. Warum habt ihr heute keinen Kontakt mehr?

Sarah Knappik: Das Business kann einen so schnell verändern, und damit meine ich nicht nur das Optische. Ich war damals ein sehr naiver Mensch und hätte für Gina Lisa alles gegeben, doch wir haben nun seit vielen Jahren schon keinen Kontakt mehr. Ihr Höhenflug durch den Medienhype war zu krass. Ich bin eher ein bodenständiger Mensch und haben einen gefestigten Charakter, aber das ist leider nicht bei allen so.

Promipool: Im Dschungelcamp hast du Jay Khan unterstellt, er hätte dich zuvor gefragt, ob ihr ein Liebespaar spielt. Es folgte ein großer Streit, doch vor kurzem habt ihr euch versöhnt. Wer kam auf wen zu?

Sarah Knappik: Jay Khan kam auf mich zu. Er hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich mich korrekt verhalten habe und stets die Wahrheit gesagt habe. Er hat viel in den letzten beiden Jahren gelernt und deshalb habe ich seine Entschuldigung auch angenommen.

Promipool: Was hast du bei „Wild Girls“ am meisten vermisst?

Sarah Knappik: Es war eine sehr einflussreiche und interessante Zeit, aber ich habe mich vor allem auf meine Familie, meine Freunde und meinen Hund Molly gefreut. Ich habe beispielsweise auch die vergangene Folge der „Wild Girls“ mit meinen Freunden auf der Couch geschaut. Ich weiß einfach, wo ich herkomme und schätze deren Loyalität.

Promipool: Was viele nicht wissen, dass du dich ehrenamtlich engagierst. Wie wichtig ist dir das Zeigen von sozialem Engagement?

Sarah Knappik: Ich bin ein genügsamer Mensch. Daher möchte ich mich nicht präsentieren und auch nicht jedem sofort zeigen, dass ich beispielsweise krebskranke Kinder unterstütze. Das Helfer-Syndrom steckt schon immer in mir und die soziale Arbeit erdet mich sehr.


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