Von Mark Read 0
Kerkeling will nicht

"Wetten, dass ...?": So lehnte Hape Kerkeling die Gottschalk-Nachfolge ab

Vor laufender Kamera lehnte Hape Kerkeling am gestrigen Abend die Nachfolge Thomas Gottschalks als "Wetten, dass...?"-Moderator ab. Damit scheidet der Top-Kandidat aus dem Rennen aus. Zurück bleiben offene Fragen: Wer macht es denn jetzt? Und: Wusste Gottschalk Bescheid über die Absage?


Es war der Augenblick, auf den Millionen Fernsehzuschauer gewartet hatten. Hape Kerkeling nahm auf der "Wetten, dass ...?"-Couch Platz und wurde sogleich von Moderator Thomas Gottschalk in die Mangel genommen. Mit dem Hinweis, dass er nun die Unterhaltungs-Plauderei kurz gegen knallharten Journalismus eintauschen würde, richtete Gottschalk die Frage direkt an seinen Gast: "Würden Sie die Nachfolge von Herrn Gottschalk auf dieser Bank annehmen? Werden Sie in Zukunft 'Wetten, dass ...?' moderieren?"

Kerkeling musste gar nicht lange überlegen: "Thomas, ganz kurz ist die Antwort: Nein, ich möchte nicht." Ein Raunen ging durch den Saal, auch den Gästen auf der Wettcouch stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben. Vor allem Komiker Otto Waalkes wirkte völlig baff. Kerkeling setzte anschließend noch zu einer kurzen Erklärung an: "Natürlich ist das sehr schmeichelhaft, was da durch die Presse ging. Dass gefühlte 198% der Fernsehzuschauer sich das vorstellen können. Aber nichtsdestotrotz: Ich mache viele unterschiedliche Projekte: Ich möchte wieder Filme machen, ich bin dabei, ein Buch zu schreiben, ich möchte wieder eine Dokumentarreihe machen. Und all das könnte ich dann wohl nicht mehr machen."

Gottschalk äußerte sein vollstes Verständnis: "Ich habe deine vielfältigen Begabungen immer bewundert. Und ich sehe es ein, dass du damit ab morgen der 'Wetten, dass ...?'-Moderator wärst und für diese vielen kleinen Späße keine Zeit mehr hättest. Insofern: Ich kann damit leben, und ich hoffe, der Rest des Publikums auch." Inwiefern Gottschalk im Vorfeld Bescheid wusste, dass Kerkeling den Job nicht machen würde, ist schwer zu sagen. Wenn er überrascht war, konnte er es jedenfalls gut verbergen. Andererseits ist Gottschalk ja auch ein absoluter Fernsehprofi und seit vielen Jahrzehnten im Geschäft.Es ist nicht auszuschließen, dass er seine Überraschung einfach nur gut überspielt hat.

Doch die Nachfolge-Frage ist nun offener denn je. Gottschalk versuchte auch gleich scherzhaft, dem neben ihm sitzenden Justin Timberlake den Job anzudrehen. Doch als Otto Waalkes dann noch einmal die Frage nach Moderatoren-Alternativen in die Runde stellte, wich der Showmaster aus. Es ist also noch nichts in trockenen Tüchern, und das muntere Spekulieren kann weitergehen. Am 3. Dezember moderiert Gottschalk in Friedrichshafen seine letzte "Wetten, dass ...?"-Sendung, und spätestens dann werden wir wohl wissen, wer in seine riesigen Fußstapfen tritt.


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