Von Mark Read 0
Gelöst in Freiburg

"Wetten, dass ...": Markus Lanz liefert seine bisher beste Show

Für Markus Lanz war es die dritte "Wetten, dass...?"-Sendung seiner Karriere. Und es war die bisher beste. Die Show aus Freiburg war gespickt mit singenden Superstars, interessanten Wettgästen und netten Gesprächen auf dem Wettsofa.


Was hatte sich Markus Lanz nicht alles an Kritik anhören müssen nach seinen ersten beiden Sendungen als "Wetten, dass ...?"-Moderator. Vor allem nach der zweiten Show in November prasselte es nur so auf ihn ein, besonders als Showgast Tom Hanks sich nach der Sendung amüsiert bis befremdet über das Spektakel äußerte, das auf ihn ziemlich seltsam gewirkt haben musste.

Doch gestern in Freiburg bei seiner dritten Sendung seit der Übernahme der gigantischen ZDF-Show wirkte Markus Lanz wie befreit. All das, was ihm vorgeworfen wurde - dass er zum Beispiel zu verkrampft wirkt, dass seine Gesprächsführung bisweilen in seltsamen Fragen endet - davon war nichts zu sehen. Statt dessen entwickelten sich wirklich interessante Gespräche mit Stargästen wie "The Voice of Germany"-Jurorin Nena, den Schauspielern Maria Furtwängler und Florian David Fitz und der Schlagerkönigin Helene Fischer.

Auch die Musikacts hatten es diesmal in sich: Denn auf der Bühne in Freiburg standen die momentan stärksten Powerfrauen des Pop: Alicia Keys, Rihanna und besonders Pink, die eine großartige Show hinlegte.

Was braucht eine "Wetten, dass..."-Sendung sonst noch, um von einer guten zu einer großartigen zu werden? Passende Wetten natürlich. Und auch hier konnte die gestrige Ausgabe absolut punkten. Von skurill über witzig bis hin zu spektakulär war alles geboten. Helene Fischer etwa war Patin für eine Feuerwehrwette, bei der der Kandidat aus Hamburg erkennen wollte, welcher seiner Kollege an der Stange herunterrutscht.

Am Ende gewann aber eine Sportwette: Zehn Jugendliche überquerten ein 50-Meter-Becken auf umgedrehten Kajaks. Und Cindy aus Marzahn, die diesmal die Außenwette präsentieren durfte, ließ es sich nicht nehmen, ins Becken zu hüpfen.

Wo wir gerade beim Stichwort sexy sind: Der eigentliche Höhepunkt der Sendung kam ganz am Ende, als Lanz seine Wettschulden vom letzten Mal einlöste und als "Chippendale"-Tänzer oben ohne seinen gestählten Körper präsentiere. Ob sein Six-Pack wohl echt war? Tja, schön wäre es gewesen. Die eindrucksvollen Bauchmuskeln waren zwar nur aufgemalt - aber das war wirklich auch das einzig schlechte, was man über die gestrige Sendung sagen kann.

Spätestens jetzt werden auch Kritiker zugeben müssen, dass Lanz seine Bewährungsprobe als "Wetten, dass...?"-Moderator bestanden hat.


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