Von Nils Reschke 0
Werder, meine Perle

Werder-Fan Jan Delay verspricht Bremen eine Fußball-Hymne

In der Brust von Jan Delay schlagen zwei Herzen. Zum einen fühlt sich der Musiker natürlich seiner Heimat Hamburg tief verbunden, schließlich erblickte er auch dort im Stadtteil Eppendorf am 25. August 1976 das Licht der Welt.


Doch beim Fußball hört die Freundschaft bekanntlich auf – und für den Soul-Musiker und Hip-Hopper auch die Liebe zu Hamburg. Denn Jan Delay ist schon von Kindheitsbeinen an ein Fan von Werder Bremen. Und das bis heute, selbst wenn es in der abgelaufenen Saison alles andere als gut lief für die Grün-Weißen.

Als Motivationsspritze für die Elf von Thomas Schaaf hat sich der 35-Jährige für die 50. Jubiläumssaison in der Fußball-Bundesliga nun etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eine „fast fertige“ Fan-Hymne liege in seiner Schublade, die nur darauf wartet, vollendet zu werden. „Werder, meine Perle?“ Nicht bei allen Hamburgern kommt das gut an, die Rivalität zum kleineren, aber weitaus erfolgreicheren Bremen ist groß. Und Jan Delay will seine Hommage an die Grün-Weißen auch erst herausrücken, wenn „sie richtig geil spielen“, meint der Musiker. Hoffnung machen ihm die Neuzugänge. Trotz eines finanziellen Limits und dem Abgang von namhaften Stars wie Naldo, Marko Marin oder Claudio Pizarro haben Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs eine wie es scheint schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

Doch wie kam Jan Delay eigentlich zum SV Werder? Die Antwort ist einfach: „Meine Oma lebte in dort in der Nähe.“ Damals mit Otto Rehhagel und Rudi Völler sei es „so richtig abgegangen. Und unter den Hamburgern gab es besonders in meiner Kindheit zu viele Nazis“. Also schlug Jan Delays Herz fortan im grün-weißen Takt. Mit seinen Alben „Mercedes-Dance“ aus dem Jahr 2006 und „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ anno 2009 feierte der Musiker große Erfolge, erreichte in den deutschen Charts in beiden Fällen Platz eins. Ob die Werder-Hymne genauso einschlagen wird, bleibt abzuwarten. Doch zunächst müssen sich die Bremer dafür ein wenig mehr anstrengen.


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