Von Stephanie Neuberger 0
Bilanz eher mäßig

Wenn Sänger und Sängerinnen ins Filmgeschäft wollen

Immer wieder versuchen sich Models, Sänger- und Sängerinnen in der Schauspielerei. Meist mit mäßigen Erfolg so wie Madonna, Britney Spears und Mariah Carey. Neustes Mitglied der Sängerinnen im Filmgeschäft ist Rihanna.


Wenn Sänger beziehungsweise Sängerinnen oder Models plötzlich die Schauspielerei entdecken, geht dies meist sehr, sehr schief. Nur wenige schaffen den Sprung ohne Hohn und Spott. Die Liste der Models und Sängerinnen, die den Sprung wagten, ist lang: Beyoncé, Heidi Klum, Madonna, Mariah Carey... Warum die Damen und Herren glauben, auch schauspielern zu können, wenn sie singen oder modeln, bleibt mir ein Rätsel. Dennoch möchte dieser Trend leider nicht abreißen und so stellen sich immer wieder Musiker vor die Filmkamera. Vielleicht glauben sie, wenn sie ein Musikvideo gedreht haben, genug Schauspielerfahrung zu haben.

Aktuelles Beispiel ist Rihanna. Die Sängerin stand für den Film „Battleship“ vor der Kamera. Ob die Sängerin auch Talent als Darstellerin hat, wird sich erst Ende April zeigen, wenn der Film in die Kinos kommt. Ich muss gestehen, dass ich bei Darstellern, die aus einem anderen Bereich des Showbusiness kommen, immer besonders kritisch bin. Bisher konnten nur wenige meine Erwartungen erfüllen. Justin Timberlake zum Beispiel gelang der Sprung von der Gesangskarriere ins Filmgeschäft und auch Jennifer Hudson gelang es mit Leichtigkeit. Und das mit gar nicht wenig Erfolg und guten Rollen.

Negativbeispiele fallen mir im Gegensatz zur Genüge ein. Madonna ist ein „never ending“-Bespiel des verzweifelten Versuchs im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Ob als Schauspielerin oder neuerdings als Regisseurin, die Sängerin gibt einfach nicht auf. Dabei passt zu ihr tatsächlich der Spruch: Schuster bleib bei deinen Leisten! Ich kann mich nicht erinnern, auch nur einen Film mit oder von Madonna gesehen zu haben, wo ich nicht dachte: „Oh nein, musste das sein?!“ Selbst so ein wunderbares Stück wie „Evita“ ruinierte die Musikerin. Als Sängerin eine Ikone als Filmstar ein Flop. So meine unverblümte Meinung zu Madonna. Eine weitere Dame, die Madonna in Sachen mangelhaftes Schauspieltalent in nichts nachsteht, ist Britney Spears. Erinnert sich noch jemand an den Film „Not A Girl“? Klar soll es ein Teeniefilm sein und kein anspruchsvolles Kino, aber ich möchte dennoch meine verschwendete Zeit, die ich mit dem Schauen des Filmes zugebracht habe, gerne zurück haben. Obwohl ich zugeben muss, dass Britneys Rolle bei „How I Met Your Mother“ ganz witzig war.

Auch wenn ich damit sicherlich viele Fans der Sängerinnen aufgebracht habe, bleibe ich dabei, dass sie lieber weiterhin erfolgreich Musik machen sollte.

Zu guter Letzt möchte ich noch eine Musikerin hervorheben, die zum Schluss doch noch überzeugen konnte. Landete Mariah Carey mit „Glitter“ den Tiefpunkt, konnte sie in „Precious - Das Leben ist kostbar“ voll und ganz überzeugen.

Wollen wir für Rihanna hoffen, dass ihr Ausflug in das Filmgeschäft keine Bruchlandung wird. Am 26. April kommt ihr Film "Battleship" in die Kinos.


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