Von Nils Reschke 0
Absolute Mehrheit

Vor dem Start der Talkshow: Stefan Raab sollte noch Politik büffeln

Nach „Schlag den Raab“ soll es bald schon „Schlag den Jauch“ heißen. Denn parallel zur Talkshow von Günther Jauch in der ARD schickt Pro Sieben sein neues Format „Absolute Mehrheit“ ins Rennen – von und mit: Stefan Raab. Der muss aber dringend noch Nachhilfeunterricht nehmen. So viel steht fest.


Dass Stefan Raab als Tausendsassa gilt, der keine Herausforderung scheut, dürfte allgemein bekannt sein. Bei „Schlag den Raab“ stellte der Kölner Entertainer am vergangenen Samstag sein Talent und seinen Ehrgeiz wieder einmal nachhaltig unter Beweis. Ob nun bei so Disziplinen wie dem Kofferpacken, am Holzturm oder beim Spped-Badminton. Aber wird sich Stefan Raab mit seinem neuen Projekt möglicherweise überheben? Den bisherigen Talkshows rund um die Politik will er mächtig Feuer unterm Dach machen. Dazu sollte Raab allerdings noch ein wenig Nachhilfeunterricht nehmen. Das hat „Schlag den Raab“ nämlich auch schonungslos aufgedeckt.

Spiel 13 der beliebten Unterhaltungsshow auf Pro Sieben hieß nämlich „Wer ist das?“. Raab und seine Konkurrentin, die Kandidatin Manuela Kurrat, sollten prominente Gesichter erkennen. Dass Kurrat bei diesem Spiel keinen einzigen Punkt holte, sei ihr verziehen. Stefan Raab gewann „Wer ist das?“ haushoch – blamierte sich angesichts seines geplanten Polit-Talks aber dennoch. Immerhin wissen wir jetzt, dass Raab weiß, wer Mario Balotelli. Und auch Trickfilme wie „Toy Story“ scheint der Entertainer zu mögen, denn bei Buzz Lightyear zögerte er keine Sekunde. Aber dann...

Zunächst verwechselte er Rüdiger Grube, den Chef der Deutschen Bahn, mit Italiens Regierungschef Mario Monti. Anschließend wurde die SPD-Politikerin Manuela Schwesig eingeblendet. Ihres Zeichens immerhin Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD. „Mann“, fluchte Raab los, er wisse ganz genau wer das ist. „Wie heißt die?“, überlegte er am Pult herum, kam aber nicht auf den Namen. Bis zum Start von „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“, wie das neue Format heißen wird, bleibt immerhin noch etwas Zeit für ein wenig Nachhilfeunterricht.


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