Von Nils Reschke 0
Tönnies vs. Zorc

Vor dem Revier-Derby: Dortmund kontert Giftpfeile aus Schalke

Es ist die Mutter aller Derbys: Vergesst Bayern gegen 1860, vergesst auch Werder gegen den HSV. Am Samstagnachmittag geht es im Signal-Iduna-Park rund. Über 80.000 Zuschauer werden dann dort für eine einmalige Atmosphäre sorgen, wenn der deutsche Meister Borussia Dortmund den ewigen Erzrivalen FC Schalke 04 empfängt. Da geht es zur Sache!


Dass sich Dortmunder und Schalker nicht mögen, ist ein offenes Geheimnis. Es gehört deswegen wohl schon zum guten Ton, Misstöne vor solch einem Derby in Richtung Konkurrenz anzustimmen. Dass dachte sich wohl auch Clemens Tönnies, der Boss der Gelsenkirchener. „Jürgen Klopp ist ein überragender Trainer, der zweimal die Meisterschaft gewonnen hat“, startete Tönnies seine Attacke. Bei so viel Lobhudelei muss doch noch etwas kommen? Richtig! „Aber mit seiner permanenten emotionalen Körpersprache verstärkt er die Erwartungshaltung.“ Dieses Statement kam jedenfalls auf Dortmunder Seite gar nicht gut an.

Also ließen die Giftpfeile der Gegenseite nicht lange auf sich warten. „Ich wusste übrigens noch gar nicht, dass Herr Tönnies auch ein Experte für Körpersprache ist“, entgegnete Manager Michael Zorc, jener Mann, der mit 23 Spielen für die Borussia die meisten Derbys gegen Schalke gespielt hat. Selbst der sonst so besonnene BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watze konnte sich dann nicht mehr zurückhalten: „Clemens Tönnies mag ja von vielen Dingen etwas verstehen, davon versteht er aber nicht so viel – was ja jeder weiß“, schoss Watzke scharf zurück. „Ich würde mir nie erlauben, etwas über Huub Stevens zu sagen.“

Wem das als Antwort noch zu harmlos war, für den hatte der Dortmunder Geschäftsführer noch einen Pfeil im Köcher:  „Wir nehmen es mal einfach so hin. Er ist ja ein ausgewiesener Fachmann. Ich weiß nicht, ob Herr Tönnies schon einmal einen Meistertitel mit Schalke 04 erlebt hat.“ Apropos Meisterschaft: Borussia Dortmund möchte gerne das Triple einfahren, aber der Abstand auf den FC Bayern München beträgt aktuell schon neun Punkte. Noch einen Ausrutscher darf sich der BVB, der im Derby auf Mario Götze, Ilkay Gündogan und auch Jakub Blaszczykowski verzichten muss, also nicht leisten. Schon gar nicht in diesem Duell...


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