Von Nils Reschke 0
Spitzenspiel

Von wegen deutscher Clasico: Bayern und BVB liefern sich wenig Highlights

Was ist im Vorfeld nicht alles über dieses Match geschrieben und berichtet worden? Der FC Bayern München empfing am Samstagabend in der Allianz-Arena die Borussia aus Dortmund. Es sollte ein fußballerische Leckerbissen werden, der weltweit in alle Herren Länder live ins Haus flatterte.


Am Ende wurden die 90 Minuten nicht gerade die allerbeste Werbung für die Bundesliga. Sicherlich: Das Münchner Stadion war ausverkauft, bot eine tolle Stimmung. Nur die Leistung auf dem grünen Rasen blieb eher dürftig. Nach einer eher langatmigen ersten Hälfte nahm das Gipfeltreffen im deutschen Fußball-Oberhaus zumindest nach der Pause etwas an Fahrt auf. Leistungsgerecht trennten sich Bayern und der BVB am Ende 1:1 (0:0) unentschieden.

Der Matchwinner am Samstagabend stand im Tor von Borussia Dortmund und hieß Roman Weidenfeller. Denn als die Bayern in der Schlussphase der Partie noch einmal einen Gang höher schalteten und auf den Siegtreffer drängten, rettete Dortmunds Nummer eins den Schwarz-Gelben diesen einen Punkt mit einigen Glanzparaden. „Roman hat uns das Ergebnis festgehalten. Das Resultat ist absolut in Ordnung“, meinte BVB-Coach Jürgen Klopp hinterher. „Viele Bayern-Spieler haben Roman nach dem Spiel gratuliert. Das war sein Spiel.“ Toni Kroos, Thomas Müller und schließlich auch Javi Martinez scheiterten in den letzten sechs Minuten alle am glänzend aufgelegten Torhüter der Borussia.

Auch Bayern-Coach Jupp Heynckes war zufrieden: „Wir haben sehr gut begonnen und die ersten zwanzig Minuten beherrscht. Danach haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren“, analysierte er. „Es war eine intensive Partie zwischen zwei Mannschaften, die einen modernen Fußball spielen.“ Aber eben auch ein Match, in dem im ersten Durchgang nicht so viel passierte. Die Tore fielen stattdessen im zweiten Abschnitt. Toni Kroos vernaschte Mats Hummels und Neven Subotic und schoss zur Führung ein (67.). Kurz darauf hatte von den Bayern nach einer BVB-Ecke keiner auf Mario Götze geachtet. Der schoss dann in der 74. Minute zum Ausgleich ein.


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