Von Mark Read 0
Die Ex-Verlobte spricht

Victoria Beckham: von der Stil Ikone zur Designerin


Ihre Kleider kosten zwischen 1000 und 4500 Euro. Aus einer Stilikone wurde im Laufe einiger Jahre eine ernstzunehmende Designerin. Bis dahin war es ein längerer Weg, denn in den Jahren zuvor wurde Victoria Beckham in der Modewelt eigentlich eher nur belächelt.

Das ehemalige Spice- Girl wollte ihr Leben verändern. Der Anfang war eine neue Frisur mit der Victoria eine neue Ära einläutete. Dann begann der Angriff auf die Modewelt. Der Angriff der Britin soll aggressive Züge getragen haben. Mit aller Macht rang sie um Aufmerksamkeit und Anerkennung. Unter dem Label „dvb“ entwarf die Fußballergattin Beckham ihre erste Jeans- Kollektion und war Verfasserin eines Stil- Ratgebers.

Eine erste kleine „Anerkennung“ erwarb sie sich durch ein Parfum, das sie herausbrachte. Victoria ließ keine Modenschau aus. Man sah sie stets interessiert in London und Mailand in der ersten Reihe sitzen. Damit eiferte sie ihrem Vorbild, dem Model Kate Moss nach. Man sollte sie, Victoria Beckham, in der Modebranche genauso ernst nehmen wie ihre Landsmännin Kate Moss.

Victoria modelte für Roberto Cavalli. Mit dem Modeln dachte sie auf dem richtigen Weg nach oben in der Modewelt zu sein. Trotzdem dauerte es noch zwei weitere Jahre bis aus der Stil- Ikone eine Frau wurde, die Zeichen setzen und Mode entwerfen konnte.

Der eigentliche Durchbruch kam zum Ende des Jahres 2007. Der amerikanische Designer Marc Jacobs hatte die Idee, seine Frühlings- Kampagne für 2008 mit Victoria Beckham als Model zu besetzen. Dafür nahm er sich den Modefotograf Jürgen Teller. Es entstand ein „seltsames“ Bild, das als das orginellste Foto des Jahrzehntes gilt. Er zeigte eine Spielerfrau, die nur konsumorientiert ihre Beine und Schuhe in der Marke des Designers Marc Jacobs der Öffentlichkeit präsentiert. Diese schauten aus einer überdimensionalen großen Tüte heraus.

Der Slogan: „Tod durch Shoppen“ war mit dieser Kampagne verbunden.

Das war eigentlich peinlich und beschämend für eine ehrgeizige Frau wie Victoria Beckham. Es erzielte trotzdem den Effekt, dass man sie plötzlich mit ganz anderen Augen sah. Man respektierte ihre Souveränität, dass sie sich hiermit der Peinlichkeit preisgab.

„Ich habe die Gelegenheit genutzt, um Persönlichkeit und Humor zu zeigen", kommentierte Victoria die Kampagne anschließend.

Immerhin erbrachte ihr diese Kampagne die Anerkennung, um die sie einige Jahre zuvor hart gekämpft hatte.

Heute nimmt man Victoria Beckham in der Modewelt ernst.


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