Von Nils Reschke 0
Pastorin mit Kurzhaarfrisur

Veronica Ferres machte Nahtod-Erfahrungen: „Es war warm und Licht da“

Eine Hochzeit mit ihrem Verlobten Carsten Maschmeyer steht vorerst noch nicht auf dem Programm. Zu eingespannt ist das Paar beruflich. Aber ab November wollen „wir uns hinsetzen und jeder bekommt einen Zettel, auf den er schreibt, was er will“, sagt Veronica Ferres. „Mit zwei Menschen oder 200, vor Gott oder barfuß am Strand.“


Sie war „Das Superweib“, später dann „Die Frau von Checkpoint Charlie“ – aber so wie in ihrer aktuellen Rolle haben wir Veronica Ferres noch nie gesehen. Das gilt auch rein äußerlich, denn die schönen, langen, blonden Haare sind einer modischen Kurzhaarfrisur gewichen. Heute Abend zeigt das ZDF den TV-Film „Lena Fauch und die Tochter des Amokläufers“, in dem die erfolgreiche Schauspielerin ab 20.15 Uhr eine evangelische Pastorin spielt, die in der Polizeiseelsorge beschäftigt ist. Aktuell wird sogar schon an einem zweiten Teil gedreht. Da stellt sich angesichts dieser Rolle natürlich eine ganz bestimmte Frage: Wie steht Veronica Ferres eigentlich zur Religion?

In einem Interview mit der Bild-Zeitung verriet die 47-Jährige, dass sie durchaus religiös sei. „Ja, ich glaube an Gott“, sagt die Schauspielerin, die in ihrer Karriere bislang schon mit allen namhaften Preisen und Auszeichungen des deutschen Fernsehens überhäuft wurde. Der entscheidende Moment habe sich dabei vor 13 Jahren abgespielt. Ein Tropenvirus sorgte dafür, dass Veronica Ferres sogar mehrere Tage im Koma lag. Nach eigenen Angaben habe sie in diesen schweren Stunden sogar eine Nahtod-Erfahrung gemacht. „Es war Licht da und warm“, schildert Ferres dieses unglaubliche Erlebnis. „Ich war irgendwo zwischen dem Hier und dem Jenseits. Da habe ich Gott gespürt.“ Als sie wieder aufwachte, begann ihr Leben quasi ganz von neu. Sie musste selbst die simpelsten Dinge wieder erlernen. Das Sprechen, das Gehen.

Aber wie wahrscheinlich die meisten gläubigen Menschen stellt sich auch Veronica Ferres immer wieder eine wichtige Frage: Ist das alles so gerecht? „Meine Mutter starb vor zwölf Jahren an den Folgen eines schweren Schlaganfalls mit nur 66 Jahren. Ihr Tod ist bis heute mein schlimmster Verlust.“ Ohne ihren Glauben an Gott hätte sie diesen Verlust nicht verarbeiten können, sagt die 47-jährige Schauspielerin. Sie trat sogar wieder in die katholische Kirche ein. Es sei ein tröstlicher Gedanke, dass der Tod nicht das Ende bedeute.


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