Von Nils Reschke 0
Werder Bremen

Verletzungs-Panne: Marko Arnautovic wäre besser nur Gassi gegangen

Er wollte sich bessern. Und tatsächlich ist es um die österreichische Skandalnudel etwas ruhiger geworden. Doch so leicht lassen sich Schlagzeilen eben nicht abschütteln. Die sind Marko Arnautovic mal wieder sicher. Beim Spielen mit seinem Hund riss der Spieler von Werder Bremen sich das Innenband und fällt nun lange aus.


Ist der Ruf erst ruiniert, lebt´s sich gänzlich ungeniert. Diesem Motto wollte Fußballer Marko Arnautovic von Werder Bremen eigentlich abschwören. Denn schon vor seinem Wechsel an die Weser galt der Österreicher als alles andere als pflegeleicht. Auch beim Bundesligist, wo es ansonsten eher beschaulich zugeht, holte den Alpenkicker so manches Mal die Vergangenheit ein. Die negativen Schlagzeilen wollte Marko Arnautovic eigentlich zu den Akten legen – und doch kommt er irgendwie nicht davon los, selbst wenn der Österreicher eigentlich nichts Schlimmes anstellt.

So wie im aktuellen Fall, der bei Trainer Thomas Schaaf, Geschäftsführer Klaus Allofs und wohl auch bei allen Werder-Fans ein ungläubiges Kopfschütteln hervorrief. Denn Werder Bremen muss in den nächsten Wochen auf seinen österreichischen Nationalspieler verzichten. „Astronautovic“ riss sich beim Herumtollen mit seinem Hund nämlich das Innenband im Knie, nachdem er mit dem Fuß im Rasen hängengeblieben war. Thomas Schaaf reagierte – konfrontiert mit dieser unliebsamen Neuigkeit – gewohnt knorrig: „Natürlich ist das ärgerlich, weil uns damit eine wichtige Option in den kommenden Wochen fehlt“, meinte der Bremer Übungsleiter.

Ärgerlich ist das vor allem für Marko Arnautovic, der mit aller Macht in die Stammelf drängte. Zuletzt vertraute Thomas Schaaf immer wieder auf den Schweden Markus Rosenberg an der Seite von Top-Torjäger Claudio Pizarro. Aber der Skandinavier bot sich zu selten an, hatte zudem oft Pech im Abschluss. Wenn Schaaf von Optionen spricht, dann war seine erste im Spiel meist, Arnautovic für Rosenberg einzuwechseln. Viele Fans forderten bereits einen Platz für denn Österreicher in der Startelf. Doch das können sie sich jetzt abschminken. Denn es droht eine Pause von bis zu sechs Wochen. Ausgerechnet jetzt, wo es für Werder um alles geht. Am Sonntag kommt es im Weserstadion zum direkten Duell gegen Verfolger Hannover 96. Die Grün-Weißen aufen Gefahr, ihren Platz für die Europa League noch zu verspielen.


Teilen:
Geh auf die Seite von: