Von Kati Pierson 1
Gesungene Alltagsgeschichten

Ute Freudenberg & Christian Lais erzählen von „Damals“

„Damals“ war das Leben anders. Vielleicht nicht besser, aber anders und Ute Freudenberg und Christian Lais können ein Lied davon singen. Stellten sie in ihrer ersten gemeinsamen Single „Auf den Dächern von Berlin“ noch die kleinen Unterschiede heraus, so erinnern sie sich jetzt an die Gemeinsamkeiten.


Ute Freudenberg und Christian Lais lieferten 2011 ihr erstes Duett ab. „Auf den Dächern von Berlin“ ist nicht nur der Titel von der charismatischen Sängerin aus Weimar und dem charmanten Newcomer aus dem Schwarzwald – es ist eine gesamtdeutsche Hymne. Längst ein Klassiker im deutschen Schlager.

Freudenberg & Lais: Aus Unterschieden werden Gemeinsamkeiten

In „Auf den Dächern von Berlin“ porträtierten sie die kleinen Unterschiede zwischen Ost und West. Es war der Anfang einer Ost-West-Liaison von ungeahntem Erfolg. Die Single knallte in die Radiostationen in Deutschland wie eine Bombe. Das Album „Ungeteilt“ hielt sich wochenlang in den Albencharts von Mediacontrol. Edelmetallstatus erreichte der Longplayer Ende 2012 und bescherte Freudenberg & Lais eine Echo-Nominierung.

Das gemeinsame Album „Ungeteilt“ traf den Nerv der Zeit und katapultierte beide in ungekannte Erfolgsdimensionen. „Am meisten berührt hat mich, auf einmal mit Standing Ovations empfangen zu werden“, erzählt Christian Lais. Der Schwarzwälder stand bis zu diesem Erfolg wie viele seiner heutigen Fans im Berufsleben. Weiter sagt der sympathische George Clooney des deutschen Schlagers: „Und dass in den Briefen und persönlichen Reaktionen immer wieder zu Ausdruck kommt, wie viele Menschen sich in den Liedern wiederfinden und welche Kraft sie daraus schöpfen.“

Gesungene Alltagsgeschichten mit hohem Identifikationspotential

Das war sicher auch ein Teil des Erfolges: die Identifikation der Menschen mit den Titeln des Duos. Jeder konnte nachvollziehen, was Freudenberg & Lais sangen. In einem Genre aus Viervierteltakt Beziehungs(miss)erfolgen war plötzlich einmal Zuhören und Verstehen gefragt.

Dieses Prinzip haben sie auch für den Titel „Damals“ beibehalten. Das Autorenteam Brandes/Brinkmann/Meinunger, das sich schon für „Ungeteilt“ verantwortlich zeichnete, liefert erneut eine Gänsehaut-Produktion ab. Doch dieses Mal sind es nicht die kleinen Unterschiede, sondern die großen Gemeinsamkeiten, die Freudenberg & Lais besingen. „Damals“ war es schön – aber heute ist es auch nicht schlecht. Ein Erinnern an eine andere lange vergangene Zeit als Einstimmung auf ein im Spätsommer erscheinendes Album.


Teilen:
Geh auf die Seite von: