Von Milena Schäpers 2
Wo ist der "Star"?

"Unser Star für Baku": Quotentief für Raab und Thomas D.!

Live und in Farbe wird seit Kurzem nach einem neuen würdigen Vertreter für Deutschland beim Eurovision Song Contest gesucht. Aber anscheinend wollen entgegen aller Erwartungen nicht viele mitsuchen.


Trotz des neuen Voting-systems und neuem Chef-Juror: Die Quoten der Sendung „Unser Star für Baku“, in der der neue Star für den Eurovision Song Contest gesucht wird, laufen nicht gut.

"Der Spiegel" berichtete, dass lediglich 1,7 Millionen Zuschauer, ein schwacher Marktanteil von 5,4%, die gestrige Sendung der Kooperation zwischen ARD und Prosieben sehen wollten.

Woran lag es? Während man in der ersten Sendung noch neugierig auf das viel umworbene Voting-System waren, hatte man dies vielleicht schon vor der zweiten Sendung für sich abgehackt.

Das Voting-System mit der Blitztabelle funktioniert nämlich so: Der Zuschauer kann live mitverfolgen anhand einer Grafik, wo sein Kandidat gerade steht. 10 Kandidaten, nur 5 kommen weiter. So ist es am Ende eher Zufall, wer gerade auf dem 5. oder 6. Platz steht, da die Platzierungen sich ständig verändern.

Ein weiterer Makel ist auch, dass die Symphatisierungen der Jury sich stark auf das Verhalten der Zuschauer auswirken. Denn diese können zu jeder Zeit anrufen und machen das auch, wenn gerade ein gutes Wort von Thomas D., Stefan Raab und Alina Süggeler gesprochen wird.

Auch die Kandidaten sprachen nicht für sich, kein einziger konnte das Publikum richtig vereinnahmen, keiner stach mit einem außerordentlichen Talent heraus. Das Aufregendste an der gestrigen Show war noch, dass mit Yana Gercke die jüngere Schwester der früheren "Germany's Next Topmodel"-Siegerin Lena Gercke auftrat.

Ganz anders als der Quotenliebling und die Konkurrenz „The Voice of Germany“, bei dem die Kandidaten schon ihrem ersten Auftritt Starpotential zeigten, enttäuschten die meisten der Kandidaten. Einen schrillen Sänger mit der Power von Percival Duke oder eine technisch hervorragende Vokalistin wie Ramona Nerra suchte man vergeblich.

Wir hoffen trotzdem, dass der „unser Star für Baku“ auch Europas Liebling sein wird.


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