Von Sabine Podeszwa 0
Musikkolumne

Und plötzlich waren sie weg! Berühmte „One Hit Wonder“!

Wer kennt sie nicht? Die „One Hit Wonder“, die uns einen Sommer oder Winter begleitet haben, deren Ohrwürmer uns nicht in Ruhe ließen und sich in unserem Kopf festsetzten, bis es nicht mehr schön war und wir sie nicht mehr hören wollten. Davon gibt es zahlreiche. Ich wage einen kleinen Rückblick.


Von Zeit zu Zeit wird man mit Newcomer-Songs konfrontiert, die einschlagen wie eine Bombe. Oftmals sind dies Ohrwürmer mit hohen Chartsplatzierungen, die den Interpreten über Nacht großen Ruhm bringen. Und ebenso schnell wie sie gekommen sind, verschwinden sie auch wieder. Manchmal hatte man nichts anderes erwartet und manchmal kommt es auch vor, dass man mehr hören wollte, aber leider nichts mehr nachkam.

Es ist schon lange her, aber einige von Euch werden sich sicherlich noch an Coolio und sein „Gangsta’s Paradise“ erinnern. Der Song stand wochenlang auf Platz eins der Charts und auch ich habe noch irgendwo die verstaubte Maxi-CD rumfliegen. Als der Song sich langsam von den Radiostationen verabschiedete, hörte man auch von Coolio nicht mehr viel. Ich habe ihn danach noch in dem einen oder anderen Film wahrgenommen und vor einigen Jahren saß er dann plötzlich bei ProSieben in der „Comeback-Show“. Da war ich doch recht erstaunt und kam nicht umhin mich zu fragen, was denn der „Gansta-Rapper“ dort verloren hatte?

1991 gab es eine Band namens EMF, die mit ihrem Song „Unbelievable“ die Charts stürmte. Der Song war super, doch leider verschwanden sie ebenso schnell wieder von der Bildfläche, wie sie aufgetaucht sind. Schade, denn da steckte Potenzial drin. Aber sollte offenbar nicht sein.

Im Jahre 1996 beglückten uns „Los Del Rio“ mit ihrem Song Macarena. Ich sehe es noch ganz klar vor mir, wie sämtliche Mädels immer auf die Tanzfläche stürmten und den Macarena-Tanz vollführten. Ich habe damals immer die Flucht ergriffen und war froh und glücklich, als Macarena passé war und ich von „Los Del Rio“ nichts mehr hören musste. Auch andere One Hit Wonder-Partykracher wie „Mambo No. 5“ von Lou Bega und „Barbie Girl“ von Aqua konnten mich nicht wirklich überzeugen und ich war nicht traurig, als die Phase vorbei war.

Und dann gibt es da natürlich all die „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner, die in der Show durch die Hölle gehen, um letztendlich als One Hit Wonder zu enden. Die einzige Ausnahme bildete wohl Mark Medlock, der gewieft genug war, sich an Dieter Bohlens Rockzipfel zu hängen und so wenigstens ein paar Hits landen konnte. Ob dies Fluch oder Segen war, lässt sich drüber streiten. Tobias Regner hätte ich mehr Erfolg gewünscht, aber auch ihm blieb das Schicksal der DSDS-Gewinner nicht erspart.

So bleibt nur festzuhalten: Solange es Musikcharts gibt, wird es auch "One Hit Wonders" geben.


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