Von Nils Reschke 0
Schelte für den Torjäger

Uli Hoeneß wieder in Angriffslaune: "Mario Gomez gut, nicht sehr gut"

Die Saison hat noch nicht begonnen und schon weht Mario Gomez ein heftiger Wind ins Gesicht. Ausgelöst wurde erneute Kritik an den Goalgetter ausgerechnet aus den eigenen Reihen, denn Präsident Uli Hoeneß meldete sich zu Wort. Und der hat die Niederlage im Finale der Champions League offenbar noch nicht verdaut.


Am Dienstag war so etwas wie Bescherung für die Spieler vom FC Bayern München. Denn auf einem Sponsorentermin in Ingolstadt wurden den Kickern des deutschen Rekordmeisters ihre neuen Dienstautos übergeben. Für Kapitän Philipp Lahm gab es einen S6 Avant, Innenverteidiger und Neuzugang Dante entschied sich derweil für einen S7. Und Trainer Jupp Heynckes schlug beim Q7 zu. Nur Präsident Uli Hoeneß stand der Sinn offenbar nicht nach schnellen Autos. Er nutzte die Gunst der Stunde, um seinen Stürmer Mario Gomez noch einmal harsch zu kritisieren – und ließ dabei ein wenig den Scholl raushängen.

Wir erinnern uns? Mehmet Scholl hatte in seiner Funktion als Experte der ARD während der EM 2012 den deutschen Nationalstürmer nach der Partie gegen Portugal mit drastischer Wortwahl in die Mangel genommen. Scholl habe Angst gehabt, dass der Stürmer sich wundgelegen habe, „dass man ihn wenden muss“. Diese Äußerungen schlugen hohe Wellen. Wohl auch deswegen, weil Mario Gomez zuvor den alles entscheidenden Siegtreffer zum 1:0-Erfolg der Deutschen gegen Portugal erzielt hatte. Nun also legt auch Uli Hoeneß noch mal einen drauf. Sein Vorwurf: Mario Gomez habe keine sehr gute Saison gespielt.

Hoeneß formulierte seine Schlussfolgerung so: „Wenn Mario sehr gut wäre, wären wir jetzt Champions-League-Sieger.“ Kurios: Mario Gomez war in einem Einlagespiel im Audi Sportpark in Ingolstadt gegen ein Team aus Hobbyfußballern zur Pause eingewechselt worden und hatte beim 15:0 (7:0)-Sieg der Bayern insgesamt fünf Mal getroffen. In der Bundesliga hatte Gomez in der abgelaufenen Saison 26 Mal getroffen, in der Champions League war er mit zwölf Toren in zwölf Spielen hinter Lionel Messi ebenfalls zweitbester Schütze des Wettbewerbs. Zu wenig für Uli Hoeneß, der seine Leistung als „gut, aber nicht sehr gut“ bezifferte. Dass Mario Gomez nun mit Claudio Pizarro und Mario Mandzukic zwei Konkurrenten im Nacken hat, findet Bayerns Präsident indes sehr gut: „Letztes Jahr hat man sich gefragt: Wer kann jetzt von der Bank kommen?“ Jetzt sei Hoeneß mit der Zusammenstellung des Kaders zufrieden.


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